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Wieder zurück zur Fünferkette? Orban fehlt gegen Bochum erkältet, Adams kehrt in Startelf zurück

Torschütze im Pokal gegen Bochum vergangange Saison: Yussuf Poulsen

Torschütze im Pokal gegen Bochum vergangange Saison: Yussuf Poulsen

Schicksalsspiel gegen Bochum? Nicht ganz, doch die Partie gegen den Aufsteiger ist nach den vergangenen Wochen entscheidend, wie der Vizemeister der Vorsaison in die länderspielfreien zwei Wochen geht.

Entsprechend wichtig ist die Startaufstellung. Wer soll nach der bitteren 1:2-Pleite gegen Brügge unter der Woche die Stimmung intern wie extern aufhellen? Und in welcher Formation wird diese Anfangself in das Spiel gehen. Die Gretchenfrage zwischen Fünfer/Dreierkette und Viererkette - das bevorzugte System von Neu-Trainer Jesse Marsch.

Erstes Spiel als Rechtsverteidiger?

Der US-Amerikaner hat sich wieder für eine Fünferkette entschieden, so wie zuvor beim 6:0 gegen Hertha BSC. Dafür aber fällt ihm Abwehrchef Willi Orban mit einem grippalen Infekt aus. Es rückt für ihn Tyler Adams in die Kette. Er gibt den Rechtsverteidiger. Daneben spielen Lukas Klostermann, Mohamed Simakan, Josko Gvardiol  und Angeliño. Für Adams ist es das erste Spiel als Rechtsverteidiger unter Marsch, die Rolle hatte zuvor unter Vorgänger Julian Nagelsmann bekleidet.

Davor spielen Kevin Kampl und Amadou Haidara, die Offensive besetzen Christopher Nkunku, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen. "Dieses Spiel gegen Bochum ist jetzt ganz wichtig – wir brauchen jetzt Ergebnisse. Wenn wir das schaffen, haben wir in der Länderspielpause Zeit, um Schritt für Schritt besser zu spielen", sagte Marsch vor der Partie am Samstagabend.Unter seiner Führung kam RB erst auf zwei Siege und ein Remis in der Liga bei drei Niederlagen und er kassierte in der Champions League zwei bittere Pleiten.

Der 47-Jährige nahm sich vor dem Schicksalsspiel vor allem selbst in die Pflicht und richtete einen eindringlichen Appell an sich selbst. "Es ist mein Job, den Jungs besser zu erklären, wie ihre Beziehungen untereinander auf dem Platz sind, damit unsere Fußballidee und Mentalität besser sichtbar sind", sagte der 47-Jährige. "Ich muss das besser machen, mehr Lösungen für unsere Mannschaft finden, ihr mehr helfen und Führungsqualitäten zeigen. Das ist jetzt wichtig für mich und für uns."

Laimer und Mukiele auf die Bank

Das war vor allem eine Botschaft an die Leipziger Mannschaft: Der Trainer stellte sich vor das Team, räumte eigene Defizite und Versäumnisse ein und gelobte klarere Anweisungen. Dass Marsch am Dienstagabend nach dem 1:2 gegen Brügge ankündigte, sich nun auf bestimmte Spieler zu konzentrieren, die seine Spielidee verstehen (wollen), hatte für Irritation gesorgt.

Am Freitag erklärte Marsch: "Das bedeutet nicht, dass ich weniger in die gesamte Gruppe investiere, dass ich das Team trenne und ein paar Spieler raus sind." Vielmehr schaltet angesichts der kopflosen Leistung in der ersten Hälfte gegen Brügge in den Krisenmodus. Seine ursprüngliche Idee, alle Spieler bei Laune zu halten und möglichst gleichberechtigt aufzustellen, stellte er angesichts der momentanen Verunsicherung hintenan.

"Weniger Spieler, die für die Startaufstellung infragekommen, eine engere Gruppe, ist eine Möglichkeit, um mehr Klarheit herzustellen", wiederholte Marsch. Spieler, die aufgrund dieser Überlegungen sich vermutlich erst einmal hinten anstellen müssen, sind Konrad Laimer und Nordi Mukiele, die sich gegen Bochum auf der Bank wiederfinden. (RBlive/hen/ukr)