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Wollte Dingert seinen Fehler wiedergutmachen? Zwei „softe” Elfmeter, die man besser nicht pfeift

Das soll Elfmeter sein? Leipziger Spieler umlagern Schiedsrichter Christian Dingert.

Das soll Elfmeter sein? Leipziger Spieler umlagern Schiedsrichter Christian Dingert.

Trainer Stefan Leitl versammelte die enttäuschten Fürther Profis im Mittelkreis und redete ihnen gut zu, Geschäftsführer Rachid Azzouzi machte seinem Ärger bei Schiedsrichter Christian Dingert Luft. Die SpVgg Greuther Fürth spielte beim 1:4 (1:0) bei RB Leipzig lange nicht wie ein Tabellenletzter - und doch war am Ende aller Aufwand des Aufsteigers vergeblich.

Azzouzi haderte besonders mit dem vorentscheidenden Moment in der 52. Minute. Leipzigs Yussuf Poulsen und Fürths Marco Meyerhöfer hielten sich gegenseitig, letztlich fiel der Däne im Strafraum und Emil Forsberg verwandelte den Elfmeter zum 1:2. „Was ist denn mit dem ersten Kontakt? Ich dachte, der erste Kontakt ist ausschlaggebend? Das ist kein Elfmeter“, schimpfte Azzouzi bei Sky.

Marsch: „Nicht so klar, dass es ein Elfmeter ist”

Man hatte etwas den Eindruck, als wolle Schiedsrichter Christian Dingert, auch den Leipzigern so schnell wie möglich einen Elfmeter zusprechen, weil er zuvor auch gegen RB eine harte Entscheidung gefällt hatte, als er beim ungestümen Einsatz von Nordi Mukiele gegen Leweling Strafstoß gepfiffen hatte (44.). Kurz vor dem Elfmeter zum 2:1 zeigte Dingert schon einmal kurz auf den Punkt, als Nkunku gestrauchelt war, nahm das aber eilig wieder zurück.

Leitl kommentierte knapp: „Es ist keine klassische Fehlentscheidung. Damit ist alles gesagt.” Heißt übersetzt: Der Videoassistent hatte keine Möglichkeit, den Elfmeter wieder zurückzunehmen, aber man hätte sie eben besser beide nicht pfeifen sollen. Und sein Kollege Jesse Marsch sagte: „Wenn ein Verteidiger mit zu viel Körper im Strafraum verteidigt, besteht immer die Gefahr, es dem Gegner und den Schiri einfach zu machen. Für uns war in der ersten Szene nicht so klar, dass es ein Elfmeter ist, und bei Yussi Poulsen war es ähnlich.”

Collinas Erben: „Schon eher soft”

Schiedsrichter-Blog Collinas Erben kommentiert, dass der Strafstoß für RB „dann schon eher soft” sei, „aber bei Stoßen/Halten nichts für den VAR” sei. „Klar falsch war das nicht.” Die Linie sei „einheitlich” gewesen, weil auch der vorangegangene Elfer keine Muss-Entscheidung gewesen sei.

(RBlive/sid/ukr)