Transfergerüchte Asllani fehlt beim TSG-Test: Geht es jetzt ganz schnell mit RB Leipzig?
Der kosovarische Stürmer soll auf der Einkaufsliste des Red-Bull-Klubs stehen. Beim Test seines bisherigen Arbeitgebers fehlte der 22-Jährige. Ein Hinweis auf einen Transfer in den kommenden Tagen?

Leipzig/hen - Bekommt RB Leipzig einen neuen Offensivspieler? Bislang galt: Nach der Leihe von Brajan Gruda sind die Rollen im Angriff von RB Leipzig vergeben: zwei Stoßstürmer, vier Flügelspieler, zwei für die Mitte.
Schlechte Effizienz vorm Tor
Doch die Effizienz war mau vergangene Saison im Vergleich zu den vielen Torchancen, die sich RB herausgespielt hatte. Rasenballsport hatte nach den Bayern die zweitmeisten Torschüsse, traf aber nur 66 mal, der FC Bayern 122 mal.
Ein neuer Angreifer soll es jetzt offenbar richten, und alle Zeichen deuten darauf hin, dass RB Leipzig Fisnik Asllani in den nächsten Tagen verpflichten wird. RBlive hatte bereits berichtet, dass der kosovarische Nationalspieler auf der Einkaufsliste des Red-Bull-Klubs steht. Der 22-Jährige käme von der TSG 1899 Hoffenheim und würde mit einer Ausstiegsklausel um die 30 Millionen Euro kosten.
Apropos TSG: Der Bundesligist testete am Wochenende das erste Mal während seiner Saison-Vorbereitung. Ohne Asllani.
Asslani: robust und viel Tiefgang
Die Frage, die hinter dem Transfer steht: Wozu bzw. braucht es den Mittelstürmer überhaupt? Auf den ersten Blick lautet die Antwort: Tut es nicht. Mit Romulo investierte der Klub erst vor einem Jahr 20 Millionen Euro in einen klassischen Neuner. Hinzu Conrad Harder sowie Nachwuchsstürmer Samba Konaté. Rein zahlenmäßig herrscht im Zentrum also kein Mangel.
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Sportlich könnte Asllani trotzdem Sinn ergeben. Der kosovarische Nationalspieler gilt als robuster Strafraumstürmer mit starkem Tiefgang, Wucht und gutem Kopfballspiel (elf Tore, zehn Vorlagen in 35 Partien für Hoffenheim vergangene Saison). Ein Profil, das im aktuellen Leipziger Kader nur eingeschränkt vorhanden ist. Nach den ersten Aussagen von RB-Neu-Trainer Martín Demichelis, der immer wieder von Intensität, Energie und Aggressivität sprach, würde Asllani durchaus ins Anforderungsprofil passen.
Harder unter Druck
Die Verpflichtung hätte allerdings Konsequenzen. Sollte RB tatsächlich rund 30 Millionen Euro investieren, wäre das kaum als Ergänzung zu verstehen. Vielmehr würde sich automatisch die Frage stellen, wer seinen Platz verliert.
Am ehesten würde der Transfer Zweifel an Romulo nähren. Der Brasilianer (neun Tore, vier Vorlagen in 32 Spielen) konnte sich nach seinem Wechsel noch nicht nachhaltig als Stammspieler etablieren. Holt Leipzig nur zwölf Monate später erneut einen teuren Mittelstürmer, wäre das zumindest ein Hinweis darauf, dass intern noch nicht alle vom 23-Jährigen überzeugt sind.