Er war schon am Cottaweg Bericht: Klopp warb bei El Mala für RB-Wechsel
RB Leipzig statt Borussia Dortmund? Das schnelle Umschwenken von Saïd El Mala überraschte viele. Doch nun wird deutlich, dass RBL bereits seit über einem Jahr mit der Familie in Kontakt steht.

Leipzig/ukr/sid – Der sich anbahnende, spektakuläre Wechsel von Saïd El Mala vom 1. FC Köln zu RB Leipzig nimmt weiter Konturen an. Und es werden weitere Hintergründe bekannt, die erklären, dass El Mala keineswegs ein Panikkauf der Leipziger auf dem Transfermarkt wäre, sondern von langer Hand geplant ist.
Laut einem Bericht der Sport-Bild stehe RB-Sportkoordinator Daniel Baier bereits seit über einem Jahr mit der Familie El Mala in Kontakt. Mutter Sabrina El Mala, Spitzname: „El Mama”, managt ihre Söhne Saïd und Malek persönlich. Demnach sei der Flügelstürmer im Winter bereits einmal in Leipzig gewesen, um sich die Akademie am Cottaweg anzuschauen.
Klopp sprach schon im Winter mit El Mala
Und auch Supertrumpf Jürgen Klopp haben die Leipziger bereits ausgespielt. Der damalige Head of Gobal Soccer soll noch in Diensten von Red Bull mit El Mala gesprochen und ihm die Vorzüge eines Wechsels nach Leipzig aufgezeigt haben. Nun ist Klopp Bundestrainer und hätte im Sinne der Entwicklung El Malas zum Nationalspieler sich nichts dagegen, wenn der Wechsel nun genauso wie damals angedacht zustande kommt.
Lange war ein so teurer Transfer in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro außerhalb dessen, was sich RB Leipzig leisten wollte. Daher rückte zunächst Dortmund in den Fokus des 1. FC Köln und der Familie El Mala. Doch die Verhandlungen platzten – zeitgleich sprengte RB seine selbst auferlegte Transfergrenze von bislang 20 bis 30 Millionen Euro.
Lehren aus der Krise über Bord?
Im vergangenen Jahr hatte RB-Geschäftsführer Johann Plenge im RBlive-Interview gesagt: „Wir haben etwa bei Spielertransfers teilweise in Regale gegriffen, die nicht zu RB Leipzig passen. Wir sind in den vergangenen zehn Jahren gut damit gefahren, einer klaren roten Linie zu folgen – jeder in seinem Aufgabenbereich.” Lehren aus der Krise. Im vergangenen Sommer hatte RB „auf Zugangsseite keine Transfers mehr in Höhe von 30 Millionen Euro oder mehr realisiert”.
„Wenn er das will, wird es auch so kommen”
Doch auf dem im WM-Jahr speziell für Flügelstürmer explodierten Markt gelang es RB diesmal nicht, ein Schnäppchen wie vergangene Saison Yan Diomande zu machen. Also erfolgt gerade ein Umdenken – wohlgemerkt nur für besonders schwer zu verpflichtende Offensivtransfers und nur in Ausnahmefällen.
TV-Experte Didi Hamann würde den Wechsel jedenfalls begrüßen. „Leipzig könnte ihn definitiv gebrauchen, wenn man sieht, was er bei einem Abstiegskandidaten für Tore gemacht hat”, sagte der 52-Jährige bei Sky. „RB hat das Geld. Es ist ein Spieler, den ich gerne in Leipzig sehen, und der dorthin passen würde.” Dass zunächst der BVB erste Wahl war, sei kein Hinderungsgrund, so Hamann: „Er wollte nach Dortmund, das heißt nicht, dass er nicht auch nach Leipzig wechseln würde. Wenn er das will, wird es auch so kommen.”