„Verhindert den Transfer im Hintergrund”

Bericht: Mateschitz mischt sich in Adeyemi-Transfer ein

Von ukr 07.04.2022, 15:18
Er hält sich meist raus, aber wenn es um Strategie oder viel Geld geht, ist Dietrich Mateschitz involviert.
Er hält sich meist raus, aber wenn es um Strategie oder viel Geld geht, ist Dietrich Mateschitz involviert. (imago/agefotostock)

Öffentlich ist der Einfluss von Dietrich Mateschitz auf seine Fußballklubs normalerweise kaum wahrnehmbar. Der Investor hält sich medial im Schatten auf, seine Besuche in Leipzig und Wortmeldungen über RB lassen sich an zehn Fingern abzählen. Wenn es jedoch strategisch wichtig wird, wie einst bei der Lizenzierung für die Bundesliga oder der Zukunft von Ralf Rangnick, schaltet sich Mateschitz ein.

Auch wenn es um viel Geld geht – in jährlichen Budgetplanungs-Meetings teilt er seinen Klubs die Etats zu – mischt sich der Multimilliardär ein. Der Steirer soll alles andere als amüsiert gewesen sein, als Erling Haaland 2020 zum BVB wechselte und nicht nach Leipzig. Mateschitz gingen so geschätzte 60 bis 80 Millionen Euro durch die Lappen.

Mateschitz bittet den BVB zur Kasse

Nun soll er beim Transfer des nächsten Salzburger Top-Angreifers sein Veto eingelegt haben. Wie Sport1-Reporter Patrick Berger berichtet, will Mateschitz nicht den nächsten Star unter Wert an Borussia Dortmund verlieren.

„Wir hören jetzt, dass im Hintergrund RB-Boss Dietrich Mateschitz den Transfer noch verhindert. Der sagt sich nämlich, wenn er schon zur Konkurrenz, zum BVB geht, dann sollen die wenigstens richtig zahlen”, sagte Berger. Mateschitz bevorzuge einen Adeyemi-Transfer nach Leipzig. „Da ist das letzte Wort also auch noch nicht gesprochen, weil die Leipziger sich auch intensiv um den Jungen bemühen.“ Pikant daran ist, dass Mateschitz und Red Bull im Zuge der sogenannten Entflechtung von Red Bull Salzburg und RB Leipzig gar keinen direkten Einfluss auf Salzburg mehr ausüben darf. Rein formal ist der Red-Bull-Stammklub unabhängig vom Brausegiganten. Das hatte die Uefa 2017 eingefordert, als es um die internationale Lizenzierung von Salzburg und Leipzig ging. Doch de facto dürfte ohne den Segen des mächtigen Geldgebers nach wie vor nicht viel entschieden werden.

Anders als einst Haaland hat Adeyemi keine Ausstiegsklausel. Salzburg fordere mindestens 45 Millionen Euro für Adeyemi, der BVB wolle maximal 38 inklusive Boni zahlen, heißt es. Also pokern die Salzburger. Sportdirektor Christoph Freund stellte bei Sky in Aussicht, dass Adeyemi auch über den Sommer hinaus in Österreich bleiben könne, um in Ruhe die Weltmeisterschaft in Katar zu spielen, und dann im Winter zu wechseln.

Freund: „Ob es eine Einigung geben wird, weiß ich nicht”

„Wir geben jetzt keine Wasserstandsmeldungen ab. Es gibt Gespräche, aber es gibt noch keine Einigung. Ob die es geben wird, weiß ich nicht. Es gibt keine Deadline. Wir sind aber ganz relaxed”, sagte Freund. „Karim hat noch zwei Jahre Vertrag bei uns und ich glaube, wir haben auch einen sehr spannenden Herbst vor uns. Also es kann auch für den Karim spannend sein, dass er mit uns noch drei Monate Gas gibt und dann die Weltmeisterschaft spielt.”

Der 20-Jährige hatte sich mit seiner Agentur Kickandrun eigentlich bereits für den BVB entschieden. Doch sollten die Verhandlungen platzen, sind neben Leipzig auch Bayern München und der FC Liverpool Optionen für den Jung-Nationalspieler.

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