RB Leipzig

"Ich bin seit acht Wochen frei": Wird Ex-RB-Sportchef Ralf Rangnick neuer Trainer auf Schalke?

Von (Rang drei) trainiert. (RBlive/hen mit dpa) 27.09.2020, 14:22
Ist zu haben: Ex-RB-Macher Ralf Rangnick
Ist zu haben: Ex-RB-Macher Ralf Rangnick Imago/Martin Hoffmann

RB Leipzigs früherer Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick schließt nach der Trennung von Trainer David Wagner eine erneute Rückkehr zum FC Schalke 04 nicht aus. "Ich bin seit acht Wochen frei. Wenn ich jetzt sagen würde, Schalke interessiert mich überhaupt nicht, würde ich lügen", sagte Rangnick am Sonntag bei "Sky90". Schränkte aber ein: "Im Moment fällt es mir schwer, mir vorzustellen, ein drittes Mal dort hinzugehen. Aber im Fußball nie sagen, ist schwer."

"Für David tut's mit leid"

Schalke hat am Sonntagmorgen nach dem schlechtesten Zwei-Spiele-Start der Bundesliga-Geschichte David Wagner freigestellt. Der 62 Jahre alte Rangnick hatte Schalke 2004/05 und im Jahr 2011 trainiert. Zuletzt war er bis Ende Juli Head of Sport and Development Soccer bei Red Bull.

Er habe unter der Woche mit Schalkes Sportchef Jochen Schneider telefoniert, den er aus gemeinsamen Zeiten in Leipzig kennt. Schneider war Rangnicks rechte Hand beim Erstellen der Spielerverträge. "Ich habe ihn gefragt, wie es ihm geht und ihm die Daumen für das Spiel gedrückt", sagte Rangnick.

Pointe in Leipzig?

Die Trennung von Wagner tue ihm "leid für David, aber wenn du von 18 Spielen sechs unentschieden spielst und zwölf verlierst, hast du keine Argumente. Von daher kann ich das schon nachvollziehen." Er glaube aber, dass es "bei Schalke perspektivisch mit einem Trainer-Wechsel nicht getan ist. Ich glaube, dass Schalke schauen muss, wie sie sich für die Zukunft aufstellen, um in zwei oder drei Jahren wieder zur Top acht in Deutschland zu gehören."

Sollte Rangnick den Job dennoch annehmen, wäre die Pointe für kommendes Wochenende perfekt. Dann ist Schalke zu Gast bei seinem Ex-Arbeitgeber RB Leipzig, den er maßgeblich zu dem gemacht hat, was er heute ist. Rangnick war 2012 zum Gesamtsportchef der Red Bull Fußballfamilie gemacht worden und hatte RB sowohl im Aufstiegsjahr 205/2016 als auch in der dritten Bundesligasaison