Torwart-Poker bei RB Deshalb gibt es keinen Vollzug bei Gulácsi und Nyland
Péter Gulácsi will zu Villarreal, Ørjan Nyland könnte zu RB zurückkehren. Doch bei beiden Torhütern sind noch wichtige Fragen ungeklärt.

Leipzig/hen – Im Schatten des Theaters um einen Wechsel von Teenager Yan Diomande (19) zu Real Madrid, entspinnt sich auf kleiner Bühne ein weiterer Wechsel, der zumindest im Umfeld von RB Leipzig für einige Spannung sorgt. Es ist der zweier Routiniers, die das Karriereende in Sicht haben. Und zwar von Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi (36) und Norwegens Nationalkeeper Ørjan Nyland (35).
Ringtausch geplant
Es soll ein Art Ring-Tausch geben. Gulacsi wechselt nach Spanien, Nyland kommt aus Spanien. Gulacsi geht zum FC Villareal, Nyland, dessen Vertrag mit dem FC Sevilla ausgelaufen ist, ersetzt ihn bei RB Leipzig.
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Das scheint jedenfalls der Plan zu sein, der aber auf ein paar Widerstände trifft, die nicht so leicht zu überwinden sind. Wie es von spanischen Medien heißt, der „As“ und „Cadena Ser“ stünden einem Gulacsi-Wechsel die „hohen wirtschaftlichen Forderungen“ seitens des deutschen Klubs im Weg. Wie hoch diese seien, ist nicht bekannt. Gulacsi hat noch Vertrag bis 2027. Die RB-Erwartung dürfte sich auch angesichts der elf Jahre, die der Ungar RB die Treue gehalten hat, auch deshalb eher moderat ausfallen.
Was will Gulacsi in Spanien?
Die Frage, die zusätzlich im Raum steht: Warum sollte Gulacsi überhaupt wechseln. Auch beim Champions-League-Teilnehmer aus der Primera División ist ihm ein Stammplatz offenbar nicht garantiert. Den hatte er bei RB im Frühjahr verloren. Nach Absprache rückt er für die kommende Saison nun auch offiziell in die Vertreterposition für Maarten Vandevoordt.
Ähnliche Fragen zu einem Wechsel umkreisen auch den aktuell vereinslosen Nyland. Der Norweger kennt RB, war schon mal in der Saison 2022/2023 Ersatztorhüter beim Red-Bull-Team, stand seinerzeit drei Mal im Tor. Er träfe bei RB auf seinen Landsmann Antonio Nusa.
Nyland und die EM 2028
Weil Nyland bei der Fußballweltmeisterschaft großen Anteil daran hatte, dass Norwegen bis ins Viertelfinale vorstieß, legen ihm Experten seines Heimatlandes einen Transfer als Nummer eins ans Herz, um für die EM in zwei Jahren eine Option für den Stammplatz im Norge-Team zu haben.