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Transfermarkt bei RB Leipzig An welchen Gerüchten wirklich etwas dran ist – und an welchen nicht

RB Leipzig hat aktuell vier Positionen ausgemacht, auf denen sich der Klub verstärken will. RBlive prüft die Transfergerüchte, die aktuell im Umlauf sind.

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 12.06.2026, 11:55
Der Niederländer Cody Gakpo vom FC Liverpool wird immer wieder als möglicher Ersatz für Yan Diomande genannt.
Der Niederländer Cody Gakpo vom FC Liverpool wird immer wieder als möglicher Ersatz für Yan Diomande genannt. (Foto: imago/ANP)

Leipzig – Zu Beginn des Sommers und der WM sind wie üblich jede Menge Transfergerüchte bei RB Leipzig im Umlauf. MZ/RBlive prüft die potenziellen Transfernews auf ihren Wahrheitsgehalt.

Abwehr: Linksfuß gesucht

In der Abwehr hat RB Leipzig in Abdoul Koné bereits einen starken Spieler mit viel Perspektive und Entwicklungspotenzial verpflichtet. Nach der Leihe zurück zu Reims, wo er den Aufstieg verpasste, kommt Koné nun auch tatsächlich nach Leipzig. Der 21-jährige 1,92-Meter-Mann hat seine Qualitäten vor allem im Spielaufbau und besticht durch seine Schnelligkeit von über 35 km/h. Das bedeutet, dass RB mit Koné andere Möglichkeiten hat als mit Routinier Willi Orban. Koné ist in der Lage, sich höher zu postieren, weil er keine Angst haben muss, in ein Sprintduell zu gehen, wenn das Pressing mal vom Gegner überspielt wird. So aber kann RB kompakter stehen, die Räume zwischen Sechserraum und Abwehr sind nicht mehr so groß.

Castello Lukeba: Sonst gibt es derzeit in der Abwehr vor allem Abwanderungsgerüchte. Castello Lukeba will den nächsten Schritt unternehmen und dürfte für eine Ablöse zwischen 60 und 80 Millionen Euro gehen – je nachdem, wie viele Klubs mitbieten. RB wird sicher nicht auf die festgeschriebene Ablöse pochen, sondern Lukeba nach drei Jahren in Leipzig den Wechsel auch ermöglichen. Aktuell soll unter anderem der FC Barcelona interessiert sein. Wer den Linksfuß ersetzen soll, ist noch nicht im Umlauf.

Lutsharel Geertruida: Der Leihspieler hat keine Perspektive bei RB. Zwar hat sein Leihklub AFC Sunderland die festgeschriebene Ablöse von 23 Millionen Euro nicht gezogen, veröffentlichte aber hochoffiziell per Statement auf der Webseite, dass der Verein bestätigt, „dass er weiterhin im Gespräch mit Lutsharel Geertruida ist”. Ein klares Indiz dafür, dass der WM-Nachrücker für etwa 20 Millionen Euro entweder fix nach Sunderland oder zu einem anderen Premier-League-Klub wechseln wird. Interesse ist vorhanden.

Mittelfeld: Klares Secher-Profil

Die Sechs ist eine der zentralen Baustellen bei RB. Nach dem Abgang von Xaver Schlager braucht es neben der Verpflichtung von Rocco Reitz dringend weiteren Ersatz auf der Position. Das Profil ist klar: Gesucht wird möglichst ein groß gewachsener Box-to-box-Spieler – eine rare Spezies. 

Kennet Eichhorn: In einen Transfer des 1,86-Meter-Teenagers hat RB viel Energie investiert, aber gegen Bayer Leverkusen den kürzeren gezogen. Bis zuletzt hatte RB gute Karten und hätte nach RBlive-Informationen auch die Ausstiegsklausel und das Handgeld akzeptiert – insgesamt ein Paket von 20 Millionen Euro. Nur das geforderte Gehalt hätte im Bereich von Leipzigs Topspielern gelegen – etwa fünf, sechs Millionen Euro pro Jahr. Das ist in Leipzig für einen 16-Jährigen nicht machbar. Leverkusen soll dieses Millionengehalt nun zahlen und deutlich am meisten von allen Mitbewerbern geboten haben. Zudem überzeugte Eichhorn wohl auch die Wahl und das Konzept des neuen Bayer-Trainers Carles Martinez am meisten.

Sergi Altimira: Der 1,88 Meter lange defensive Mittelfeldspieler von Betis Sevilla war das erste konkrete Gerücht dieser Transferphase. Das Treffen von Marcel Schäfer mit Altimiras Berater war medial gut ausgeleuchtet. Der 24-Jährige würde perfekt ins Profil passen, gut möglich, dass der Deal klappt, wenn er sich denn für Leipzig entscheidet. Doch 25 Millionen Euro Ablöse sind RB zu viel. Auch andere Bundesligisten sollen interessiert sein.

Arne Engels und Hayden Hackney: Beide Namen tauchten in den vergangenen Wochen in Verbindung mit Rasenballsport auf. Doch weder bei Engels (Celtic Glasgow) noch bei Hackney (Middlesbrough) hat RB laut RBlive-Infos derzeit konkret Interesse.

Brajan Gruda: Durch die Verletzung von Christoph Baumgartner sind der Bedarf und das Interesse an einer festen Verpflichtung von Gruda noch einmal gestiegen. Doch 35 Millionen Euro sind RB Leipzig zu teuer. Die neue Transferstrategie sieht vor, nur noch im Ausnahmefall mehr als 25 Millionen Euro zu zahlen. Eine Option ist eine weitere Leihe mit Kaufpflicht, wenn sich Brighton & Hove Albion darauf einlässt. Falls ein Kauf im Raum steht, versucht RB, den Preis noch deutlich zu drücken. Am Ende sollten maximal 30 Millionen Euro fließen, eher weniger. Der Poker wird sich noch ziehen, aber Gruda mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nächste Saison für Leipzig spielen. 

Sturm: Zweiter Mittelstürmer mit „Königsklassen”-Qualität

Fisnik Asllani: Ja, RB beschäftigt sich mit dem Deutsch-Kosovaren, der ein interessanter, variabler, moderner Mittelstürmer-Typ ist. Doch da RB auch fest mit Youngster Samba Konaté plant, wären inklusive Romulo und Conrad Harder vier Stürmer einer zu viel für eine Planstelle. Heißt: Wenn der 30 Millionen teure Asllani kommen sollte, müsste ein anderer Stürmer wechseln beziehungsweise verliehen werden. Das ist derzeit noch nicht absehbar. Diese Entscheidung ist noch nicht getroffen und braucht Zeit. 

Cody Gakpo: Immer wieder wird der linke Flügelstürmer als möglicher Nachfolger von Yan Diomande genannt, wenn es um einen Tausch mit dem FC Liverpool geht. Doch das ist eine Ente. Gakpo ist kein Transferziel von RB, darüber hinaus planen Sie am Cottaweg fest, Diomande für die nächste Saison zu halten.

Fazit: Auf diesen vier Positionen will sich RB weiter verstärken 

Nach dem, was derzeit absehbar ist, sucht RB Leipzig auf vier Positionen Verstärkung. In der Abwehr wird es als Ersatz für Castello Lukeba neben El Chadaille Bitshiabu einen weiteren Linksfuß für die linke Innenverteidigerposition brauchen. Im defensiven Mittelfeld soll ein möglichst groß gewachsener Box-to-box-Spieler kommen. Im offensiven Mittelfeld wird RB alles tun, um Brajan Gruda oder einen Spieler seines Profils weiter zu verpflichten – auch im Christoph Baumgartner für die erste Saisonphase zu ersetzen. Dazu fahndet RB nach einem zweiten Mittelstürmer mit Champions-League-Qualitäten, wie es Fisnik Asllani wäre. Hinzu kommen Reaktionen auf mögliche, aber derzeit noch komplett unvorhersehbare Abgänge wie etwa David Raum oder Antonio Nusa, wenn diese nach der WM plötzlich hoch dotierte Angebote erhalten sollten.