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Trotz wildem Klopp-Versprechen Herausforderer unterliegt, Perez bleibt Real-Präsident

Der Machtkampf bei Real Madrid ist entschieden. Herausforderer Riquelme hatte versprochen, Jürgen Klopp als Trainer mitzubringen, unterlag jedoch dem ewigen Florentino Pérez.

08.06.2026, 09:53
Klopp und Real? Das wird nix, zumindest erstmal.
Klopp und Real? Das wird nix, zumindest erstmal. (Foto: imago/Sven Simon)

Leipzig/Madrid/sid – Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat den Zweikampf mit dem Unternehmer Enrique Riquelme für sich entschieden und bleibt bis 2030 im höchsten Amt des spanischen Fußball-Rekordmeisters. Das ergab die Wahl am Sonntag im Vereinszentrum in Valdebebas, die Pérez im Mai im Rahmen einer aufsehenerregenden Pressekonferenz angekündigt hatte. Er geht nun in seine achte Amtszeit, erstmals hatte er von 2000 bis 2006 die Position bekleidet.

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Erstmals seit seiner erneuten Amtsübernahme 2009 hatte sich mit Riquelme ein Gegenkandidat zur Wahl gestellt, jedoch ohne Erfolg. „Wir haben an allen Wahlurnen gewonnen, das heißt in allen Altersgruppen”, sagte Pérez (79) nach seinem Sieg. Er habe zudem „das zweitbeste Ergebnis der Geschichte erzielt”, laut Hochrechnungen spanischer Medien erhielt er zwischen 60 und 70 Prozent der Stimmen. Sein Rivale gratulierte Pérez bereits vor der offiziellen Veröffentlichung der Ergebnisse.

Wettbieten mit wilden Versprechen

Die beiden Kontrahenten hatten sich im Wahlkampf mit wilden Aussagen gegenseitig überboten. Riquelme wollte nicht nur die Topstars Erling Haaland und Rodri zu den Königlichen locken, sondern versprach auch, im Falle seiner Wahl Jürgen Klopp als Trainer zu engagieren. Real brauche einen Coach, der „Leistung, Zusammenhalt und Wertschätzung für gute Arbeit” zurückbringe, hieß es in einem Schreiben an die Mitglieder, das mit den Worten endet: „Dieser Trainer ist Jürgen Klopp.” Riquelme wollte nach einer erfolgreichen Wahl zusammen mit dem designierten Sportdirektor Raúl das Gespräch mit Klopp suchen.

Pérez hingegen versprach die Verpflichtung von Ex-RB-Verteidiger Ibrahima Konaté vom FC Liverpool und Coach José Mourinho. Dass Mourinho zu Real zurückkehren soll, unterstrich er in seiner Siegesrede nach der Wahl erneut. Zudem soll er laut Medienberichten ein Angebot über 150 Millionen Euro für Bayern Münchens Michael Olise planen. Pérez selbst hatte den Namen Olise zunächst aber ausgeschlossen.

Klopp-Berater: „Es nervt”

Klopps Berater Marc Kosicke hatte das Gerücht um seinen prominenten Klienten Jürgen Klopp jedoch klar dementiert. „Es nervt”, sagte Kosicke bei Sky. „Jürgen Klopp ist glücklich in seiner Rolle bei Red Bull und hat keine Ambitionen, als Trainer in einem Klub zu arbeiten”, sagte Kosicke. Klopp hatte zuletzt immer wieder erklärt, dass er kurzfristig nicht ins Trainergeschäft zurückkehren möchte. Seit Januar 2025 fungiert der 58-Jährige als Global Head of Soccer bei Red Bull. Immer wieder war er in den vergangenen Monaten als Wunschkandidat bei Real diskutiert worden. Während der WM ist er für Magenta TV als Experte im Einsatz.

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