Das lange Warten auf den Wechsel

Nach Tod von Starberater: Brobbey-Transfer zu Ajax dauert

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 18.07.2022, 11:59
Wann holt ihn einer ab? Brian Brobbey im Trainingslager von RB Leipzig.
Wann holt ihn einer ab? Brian Brobbey im Trainingslager von RB Leipzig. (imago/Picture Point LE)

Als Mino Raiola Ende April nach schwerer Krankheit in Mailand starb, ging die Meldung um die Fußballwelt. Der Agent war der berühmteste und berüchtigste unter den Spielerberatern. „In unendlicher Trauer nehmen wir Abschied von dem erstaunlichsten Fußballagenten, den es je gab”, hieß es in der Stellungnahme seiner Familie auf Raiolas Twitter-Account. „Mino kämpfte bis zum Ende mit der gleichen Kraft, mit der er unsere Spieler am Verhandlungstisch verteidigte.”

Brobbey-Transfer weiter nicht fix

Doch der Transfer von RB Leipzigs Stürmer Brian Brobbey zählte nicht zu den Glanzstücken von Raiola. Er empfahl dem bulligen Sturmtalent, nicht bei Ajax zu verlängern, sondern stattdessen ablösefrei zu RB Leipzig zu wechseln. Doch der Schritt kam für Brobbey zu früh; in der Rückrunde war er bereits wieder zurück in Amsterdam, wo er sich wohlfühlt und in gewohntem Umfeld die Chance erhält, langsamer zu reifen, als das in Leipzig möglich ist.

Der 19-Jährige selbst ließ in diesem Sommer von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, dass er zurück zu Ajax möchte. Der Transfer für etwa 18 Millionen Euro, die RB Leipzig nun Plus macht, soll nur noch Formsache sein. Doch noch ist laut RBlive-Informationen nichts fix, die Sache zieht sich. Das liegt laut Bild-Zeitung an Berater-Formalitäten. Durch Raiolas Tod verzögere sich der Transfer.  

Tedesco über Brobbey: „In den Dienst der Mannschaft stellen”

Im Trainingslager in der Steiermark war Brobbey noch dabei gewesen und bekam sogar im Testspiel gegen den FC Southampton einige Minuten Spielzeit. „Wenn ein Spieler hier ist und zur Verfügung steht, dann nutzen wir das auch”, sagte Trainer Domenico Tedesco nach dem 3:1-Sieg. „Wenn er hier bleiben sollte, dann haben wir Eindrücke. Gerade, wenn wir 105 Minuten spielen, muss sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellen, Brian hat das gut gemacht.”

In den Trainingseinheiten hatte der Mittelstürmer kaum mit der Mannschaft trainiert, sondern wegen Trainingsrückstands meist individuell geübt.  Wohl auch, um kein Risiko einzugehen, damit der Deal nicht noch platzt.

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