Winterwechsel abgelehnt

Ziel Bundesliga: Gefragtes RB-Talent Jäkel sagt FC Basel ab

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 12.02.2022, 08:53
Gefragtes Eigengewächs von RB Leipzig: Frederik Jäkel.
Gefragtes Eigengewächs von RB Leipzig: Frederik Jäkel. (imago/Belga)

RB Leipzigs Eigengewächs Frederik Jäkel hat sich gegen einen Last-Minute-Wechsel in die Schweiz entschieden. Der derzeit an den KV Oostende ausgeliehene Abwehrspieler hat dem FC Basel nach MZ-/RBlive-Informationen abgesagt. Der Tabellenzweite hatte sich in dieser Woche um die Dienste des 20-jährigen Innenverteidigers bemüht und am Donnerstag offiziell bei RB und Oostende angefragt (RBlive berichtete).

Klub-Mitbesitzer David Degen, einst Spieler bei Borussia Mönchengladbach, soll intensiv um Abwehrkante Jäkel geworben haben. RB hätte wohl einer weiteren Leihe zugestimmt; Oostende hätte von Basel für den kurzfristigen Ausfall üppig entschädigt werden müssen. Doch der gebürtige Torgauer entschied sich dafür, die Saison beim belgischen Tabellen-14. zu Ende zu spielen. Ein Wechsel in die Schweiz wäre noch möglich gewesen, weil das Transferfenster dort erst am 15. Februar schließt.

RB Leipzig entscheidet im Frühjahr, wie es mit Frederik Jäkel weitergeht

Im Sommer strebt Jäkel dann definitiv einen Wechsel zurück nach Deutschland an, am besten freilich in die 1. Liga. Und am liebsten zu seinem Ausbildungsklub RB Leipzig. Doch neben allen Aufstiegskandidaten aus der 2. Liga wie Darmstadt 98, St. Pauli, Werder Bremen, dem HSV, Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg sind auch gleich drei aktuelle Erstligisten an Jäkel interessiert. Auch der niederländische Erstligist Vitesse Arnheim beobachtet Jäkel seit Monaten.

Sein Berater Jan Heuckeroth hatte am Freitag auf Nachfrage gesagt: „RB liegt Freddy am Herzen, aber der Klub muss sich jetzt entscheiden, ob sie den Spieler mittelfristig in Leipzig sehen oder nicht. Wir wollen als nächste Station einen Verein haben, der ihm den Sprung in die 1. Liga zutraut.” U20-Nationalspieler Jäkel wechselte bereits mit 13 zu Rasenballsport und entwickelte sich zu einem der derzeit gefragtesten Akteure aus der Kaderschmiede von RB.

So gefragt, dass der Träger der Fritz-Walter-Medaille in Bronze (2020) den FC Basel offenbar nicht als geeigneten nächsten Schritt betrachtete. RB will im Frühjahr entscheiden, ob es Sinn machen würde, Jäkel einen Kaderplatz als fünfter Innenverteidiger anzubieten oder ihn zu einem Klub abzugeben, um ihm weiter und auf höchstem Niveau Spielpraxis zu geben – zum Beispiel mit Rückholoption. Der 1,94-Meter-Mann hat Vertrag bis 2024. An diesem Samstag spielt er nach einer trubeligen Woche gegen KV Mechelen.