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Bekommt Leipzig EM-Spiele? Experte sieht paneuropäisches Turnier wegen Corona vor dem Aus

EM 2020: Kann sie wie geplant ein Jahr später stattfinden?

EM 2020: Kann sie wie geplant ein Jahr später stattfinden?

Im Sommer ist Europameisterschaft. Über ganz Europa verteilt. Vorausgesetzt, die Pandemie-Lage lässt das zu. Daran hat jetzt der erste hochrangige Funktionär seine Zweifel geäußert.

Dominique Blanc, Präsident des Schweizerischen Fußballverbandes SFV, glaubt nicht, dass die Corona-Krise im Sommer zulassen werde, dass Fans, Verbände und Mannschaften zwischen zwölf Ländern hin und herpendeln können. Er glaubt deshalb, dass man entweder in einem Land spielen werde - Russland, das die WM 2018 ausgerichtet hat, oder Deutschland, Gastgeber der WM 2006.

Medienzentrum in Leipzig geplant

Damals war eines der Stadien das in Leipzig, mittlerweile Spielort von RB Leipzig. Fünf Spiele wurden in der Arena ausgetragen. Aktuell plant die Uefa, beim nächsten Turnier 2024, das in Deutschland ausgetragen wird, ihr Medienzentrum in der Messestadt aufzuschlagen.

Blanc sagte verschiedenen Schweizer Zeitungen : "In Anbetracht der gesundheitlichen Situation glaube ich persönlich, dass die ursprüngliche Version mit einem europaweiten Wettbewerb angesichts der Reisebeschränkungen kaum das Licht der Welt erblicken wird. Auf jeden Fall erscheint es mir schwierig."

Blanc, 70, der im Fürhjahr an Corona erkrankte, sagte weiter: "Ich kann mir heute kaum vorstellen, dass die Schweiz in Baku spielen wird." Dennoch ist sich der Funktionär sicher, dass das Turnier in diesem Sommer stattfinden wird, denn "die aufgestellten Sicherheitskonzepte haben sich bereits bewährt".

Entscheidung im März

Ursprünglich hatte die erste paneuropäische EM im vergangenen Sommer ausgetragen werden sollen, aufgrund der Corona-Pandemie verschob die Europäische Fußball-Union das Turnier aber auf 11. Juni bis 11. Juli 2021. Sollte dies nicht wie geplant in zwölf Ländern möglich sein, fasse die Uefa laut Blanc bereits zwei Alternativszenarien ins Auge.

"Die erste Variante wäre, die EURO in einem einzigen Land zu spielen, in Russland oder Deutschland zum Beispiel", sagte der Schweizer Verbandsboss: "Die zweite, noch restriktivere Lösung wäre, auf eine einzige große Stadt zurückzugreifen, die über genügend Stadien verfügt, um alle sechs Gruppen unterzubringen." Als Beispiel nannte er London.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die Uefa Pläne für vier verschiedene Szenarien bezüglich der Zulassung von Zuschauern bestätigt, die sich von vollen Stadien bis zu Geisterspielen erstrecken. Bis zum 5. März will die Uefa entscheiden, wie die EM 2021 ausgetragen wird. (RBlive/sid/hen)