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Das ist Markus Krösche, der neue Sportdirektor von RB Leipzig

Markus Krösche wird künftig Sportdirektor von RB Leipzig.

Markus Krösche wird künftig Sportdirektor von RB Leipzig.
Copyright: imago images / osnapix

Nach sieben Jahren wird es auf der Position des Sportdirektors von RB Leipzig zur kommenden Saison eine Veränderung geben. Nach dem Abschied von Ralf Rangnick, der sich künftig hauptsächlich um die Red-Bull-Standorte in Brasilien und den USA kümmert, wird in Leipzig Markus Krösche in der ersten Reihe und an der Seite von Coach Julian Nagelsmann stehen.

„Ich freue mich auf eine neue und spannende Herausforderung bei RB Leipzig sowie die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team“, erklärte der bisherige Geschäftsführer Sport des SC Paderborn zu seinem Wechsel. Er wolle den Verein weiter „national und international etablieren“. Die Gespräche mit den Verantwortlichen von RB Leipzig hätten ihn letztlich davon überzeugt, dass der Wechsel der richtige Schritt ist.

Vom Schneider-Nachfolger zum Sportdirektor von RB Leipzig in kurzer Zeit

20 Minuten hatte Ralf Rangnick in diesen Gesprächen nach eigener Aussage gebraucht, bis ihm klargewesen sein, dass Markus Krösche der richtige Mann für RB Leipzig ist. Einen „begabten und besonderen Menschen“ sieht der scheidende RB-Sportdirektor in seinem Nachfolger. Auch Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte „extremst positive Gespräche“ erlebt und sieht in Krösche jemanden, der „immer 150% will und sehr ehrgeizig ist“.

Ursprünglich war Markus Krösche ’nur‘ als Nachfolger von Jochen Schneider als Leiter Sport bei RB Leipzig vorgesehen. In dieser Rolle hätte Krösche in der zweiten Reihe hinter und neben Rangnick gearbeitet. Nun darf er direkt das Büro von Rangnick übernehmen und von Anbeginn seiner Tätigkeit an in der ersten RB-Reihe stehen. Weil Krösche und Nagelsmann aber laut Mintzlaff „noch nicht so viel Erfahrung haben“, werde „der Austausch mit Ralf Rangnick weiter intensiv sein“. Rangnick steht dem Verein in seiner neuen Red-Bull-Rolle weiter als Berater zur Verfügung.

Rekordspieler und Aufstiegswunder in Paderborn

13 Jahre hat Markus Krösche in seiner Fußballerkarriere für den SC Paderborn gespielt. Mit fast 400 Einsätzen ist er Rekordspieler des Klubs. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn trainierte er für ein Jahr die zweite Mannschaft des SCP, bevor er von 2015 bis März 2017 als Co-Trainer unter Roger Schmidt bei Bayer Leverkusen arbeitete.

Nach dem Ende von Schmidt in Leverkusen wechselte Krösche zurück nach Paderborn und wurde dort Geschäftsführer Sport. Beim in der dritten Liga dem Abstieg entgegentaumelnden SC Paderborn vollführte Krösche in den folgenden reichlich zwei Jahren eine wahre Erfolgsgeschichte. Nach dem sportlichen Abstieg in die Regionalliga, der nur durch den Zwangsabstieg von 1860 München nachträglich verhindert wurde, baute Krösche mit begrenzten finanziellen Mitteln einen Drittligakader, der im ersten Anlauf in die zweite Liga aufstieg, um dann in der zweiten Liga in die Bundesliga durchzumarschieren.

Markus Krösche mit glücklichem Händchen bei Transfers

Vor allem auf dem Transfermarkt bewies der Paderborner Sportchef ein sehr glückliches Händchen. In den letzten vier Transferperioden verbuchte er trotz der Aufstiege sogar ein leichtes Transferplus. Immer wieder holte er auch weniger namhafte Spieler aus unteren Ligen, die gut in das Spielsystem des SC Paderborn passten und sich entsprechend häufig schnell zu Leistungsträgern entwickelten. Paradebeispiel dafür vielleicht ein Kai Pröger, der im Januar für einen mittleren fünfstelligen Betrag aus der Regionalliga geholt wurde und mit vier Treffern in 16 Spielen zum Aufstieg in die Bundesliga beitrug.

Markus Krösche steht in seinen Transfers und in seiner sportlichen Vereinsführung für eine klare, offensiv ausgerichtete Philosophie, mit der er gut mit Julian Nagelsmann übereinstimmen dürfte. Die Verpflichtung von Trainer und Spielern war der eigenen Philosophie untergeordnet, sodass sich letztlich ein stimmiges Gesamtbild ergab.

Markus Krösche ist ausgestattet mit sportlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen

Der neue RB-Sportdirektor ist aufgrund vieler Gespräche und seiner Karriere sehr gut vernetzt. Vor einem Jahr schloss er zusammen mit Robert Klauß auch den Fußballlehrer-Lehrgang beim DFB ab und kennt entsprechend das Trainergeschäft in Theorie und Praxis sehr genau. Zudem hat Markus Krösche bereits als Spieler ein BWL-Studium abgeschlossen und in Paderborn eine Auto-Leasing-Firma aufgebaut, verfügt also auch auf wirtschaftlicher Seite über einiges praktisches und theoretisches Wissen.

Mit Krösche kriegt RB Leipzig einen Sportdirektor, der in Paderborn gezeigt hat, dass er gleichzeitig mit klaren Konzepten, überschaubaren finanziellen Mitteln und mit viel Kreativität am sportlichen Erfolg arbeiten kann. Finanziell sind ihm in Leipzig die Hände sicher nicht so gebunden wie in Paderborn. Ansonsten wird man sich bei RB viel von den kommunikativen und konzeptionellen Qualitäten erhoffen, die man in Paderborn von Krösche gesehen hat. Immerhin 600.000 Euro plus eine Kooperation mit dem SCP soll die Ablöse betragen. Das nennt man dann wohl Vertrauensvorschuss.

(RBlive/ mki)

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