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Julian Nagelsmann: „Ich gehe zu RB Leipzig, um irgendwann Titel zu holen“

Julian Nagelsmann träumt von Titeln mit RB Leipzig.

Julian Nagelsmann träumt von Titeln mit RB Leipzig.

Ralf Rangnick hatte die Messlatte im sonntäglichen Doppelpass hoch gelegt. Da Nagelsmann bereits in Hoffenheim den Meistertitel als Ziel gehabt habe, gehe er davon aus, dass das auch bei RB Leipzig der Fall sein werde. Er hätte jedenfalls nichts dagegen, in der kommenden Spielzeit „ein oder zwei Plätze besser abzuschneiden“.

Julian Nagelsmann will mit „hungriger Mannschaft“ den FC Bayern München angreifen

Dagegen hat auch Julian Nagelsmann nichts einzuwenden. „Ich gehe schon dahin, um irgendwann Titel zu holen. Natürlich wollen wir so weit wie möglich oben mitspielen, ob das gleich im ersten Jahr funktioniert, muss man sehen“, erklärt er im Interview mit dem Kicker (Print) am Montag.

Man könne zwar in Bezug auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht mit Bayern München konkurrieren. Aber mit einer „hungrigen Mannschaft“ könne man den Serien-Meister sehr wohl angreifen. „Wenn wir überzeugen als Gruppe, können wir eine interessante Alternative sein. Wenn Bayern wieder mit zehn Punkten Vorsprung Meister wird, wird kaum einer sagen, ich gehe nach Leipzig. Wir müssen schon versuchen, die Großen anzugreifen, damit Spieler sich sagen: Dann werde ich eben dort Meister.“

Neu-Coach will bei RB Leipzig keine radikalen Änderungen durchführen

Ob Timo Werner sich das auch sagen und doch noch seinen Vertrag bei RB Leipzig verlängern wird, kann Julian Nagelsmann „schwer sagen“. Sein einziges Treffen mit dem RB-Stürmer liege schon länger zurück. „Das ist ein sehr guter Stürmer, den man gerne behält, aber die Vertragssituation ist ja klar“, gibt sich Nagelsmann zurückhaltend. Er empfände es als positiv für Werners Ruf, wenn der Angreifer den Verein nicht ablösefrei verlässt.

In Leipzig möchte Julian Nagelsmann taktisch gar nicht so viel verändern. Grundlage des Spiels soll die gute Defensive als „DNA von RB“ bleiben. „Ich werde nicht den Fehler machen, rein auf Ballbesitz zu gehen. Es werden nur Komponenten meiner Ideen von Ballbesitz reinkommen, um in beiden Spielphasen extremen Druck zu erzeugen und im Offensivspiel ein bisschen mehr Variabilität zu entwickeln“, kündigt der 31-Jährige nur leichte Anpassungen an. Nagelsmanns Hoffenheim blieb laut Kicker in nur rund acht Prozent aller Spiele ohne eigenes Tor. Einen solchen Wert habe noch kein anderer Bundesligatrainer mit mindestens 50 Partien geschafft. Pep Guardiola habe mit rund zehn Prozent den zweitbesten Wert.

Nagelsmann hofft auf Tempo in der RB-Defensive

Die defensiven Probleme in Hoffenheim, wegen derer man unter anderem in der Bundesliga gleich 13 Führungen und entsprechend einen Platz im Europapokal verspielte, begründet Nagelsmann vor allem mit der „Spielerauswahl. „Wir haben zu wenig defensiv denkende Spieler geholt, die es wirklich lieben, mit aller Gier zu verteidigen.“ Dazu habe die TSG nicht dieselbe Geschwindigkeit im Kader wie es RB als defensivstärkstes Team der Liga hatte. „Sie haben eine andere Dynamik auf vielen Positionen, eine extrem schnelle Mannschaft, da laufen viele an die 34 km/h, bei uns drei. Sie können viele Situationen noch durch Tempo entschärfen.“

Die Verpflichtung von Julian Nagelsmann war derweil kein Leipziger Schnellschuss. „Ich hatte insgesamt fünf oder sechs Angebote von Leipzig, auch schon als Jugendtrainer. Viel detaillierter als Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff mich kennen, ist schwer möglich“, verrät der künftige RB-Coach. Nagelsmann ist nach Tino Vogel, Tomas Oral, Peter Pacult, Alexander Zorniger, Achim Beierlorzer, Ralph Hasenhüttl und zweimal Ralf Rangnick in der elften RB-Saison der achte Leipziger Chef-Trainer.

(RBlive/ mki)