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Nach Debakel gegen Leicester: Hasenhüttl mit RB-System wieder erfolgreich

Ralph Hasenhüttl hat beim FC Southampton wieder Erfolg.

Ralph Hasenhüttl hat beim FC Southampton wieder Erfolg.

Ralph Hasenhüttl hat nach dem historischen 0:9 gegen Leicester City sein Leipziger Erfolgsrezept hervorgeholt. Vor dem Rückspiel ist sein FC Southampton eines der Teams der Stunde.

Hasenhüttl hatte die Herzen in Southampton schnell erobert

Katharina Liebherr hält sich gerne im Hintergrund, die Millionen schwere Enkelin der Unternehmerikone Hans Liebherr scheut das Rampenlicht. Umso ungewöhnlicher war der Auftritt der Anteilseignerin und früheren Klubbesitzerin bei der Weihnachtsfeier des FC Southampton am dritten Advent. Die Schweizerin schloss ihre Ansprache mit dem Wham-Hit „Last Christmas“ - in der Fanversion der „Saints“, die ihr Herz „this year, to save me from tears“, an Ralph „Ha-sen-hüttl“ verschenken.

Liebherr habe „fantastisch“ gesungen, sagte der Teammanager der „Heiligen“ später schmunzelnd, ihre Einlage sei aber „eine Überraschung“ für ihn gewesen. Schließlich stand Hasenhüttl damals in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit kurz vor dem Rauswurf. Das beschämende 0:9 gegen Leicester City, die höchste Niederlage nicht nur der 134-jährigen Klub-, sondern auch der Geschichte der Premier League, lag gerade einmal sieben Wochen zurück. Doch vor dem Rückspiel am Samstag (16.00 Uhr) hat Hasenhüttl längst die Wende geschafft.

Nach 0:9 gegen Leicester: Southampton viertbestes Team seit November

Seit der Länderspielpause im November ist Southampton mit 17 Punkten in neun Spielen das viertbeste Team der Liga, nur Liverpool (24), Manchester City und Leicester (je 19) sammelten mehr Zähler. Hasenhüttls Mannschaft gewann in diesem Zeitraum in Chelsea und gegen Tottenham und kassierte nur neun Gegentore - so viel wie an jenem verhängnisvollen 25. Oktober in nur 90 blamablen Minuten. Vom vorletzten kletterte sie auf den zwölften Platz. Aber wie?

Danny Ings profitiert von Leipziger 4-2-2-2

„Ich musste selbstkritisch sein und erkennen, dass ich auf dem Holzweg war“, sagte Hasenhüttl in dieser Woche. Er verabschiedete sich von der defensiven Dreierkette und erfand sich neu - mit dem Rückgriff auf ein altbewährtes Konzept. Wie einst in Leipzig lässt er im 4-2-2-2-System spielen - und mit hochintensivem Gegenpressing. Davon profitiert Stürmer Danny Ings, der acht seiner 13 Saisontore seit der Umstellung erzielte.

Den Mut zum Reset habe ihm erst das böse Debakel gegeben, sagte Hasenhüttl, „aber wenn einer mutig sein muss, dann als Erster der Trainer“. Nur dann könnten die Spieler folgen. „Wer ein 0:9 überlebt, verliert sämtliche Ängste“, sagte Hasenhüttl scherzhaft dem Spiegel.

An Rücktritt habe er „niemals“ gedacht, betonte der 52-Jährige, „ich dachte nur darüber nach, ob mir mein Klub noch vertraut. Und ich wollte beweisen, dass ich mit meinen Ideen nicht am Ende bin.“ Das ist er keineswegs - und das haben auch die Bosse um Liebherr erkannt.

Hasenhüttl: "Dankbar, dass ich noch hier sitze"

„Es war beeindruckend, wie der Verein danach zusammenstand“, sagte Hasenhüttl. Klar, dieses 0:9 würden er und seine Spieler „nie mehr los“ werden. Aber es habe ihm auch „die spannendste Zeit“ seiner Trainerkarriere gebracht: „Ich bin dankbar, dass ich noch hier sitze.“

(RBlive/sid/msc)

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