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von Ullrich Kroemer

Nagelsmann: „Doping würde im Fußball deutlich weniger bringen”

„Im Fußball noch recht human”: Nagelsmann über Dopingkontrollen im Profifußball

„Im Fußball noch recht human”: Nagelsmann über Dopingkontrollen im Profifußball
Copyright: imago/sven Simon

Weil die Anti-Doping-Agentur NADA aktuell gegen Eintracht Frankfurts Martin Hinteregger ermittelt, war das Thema auch vor RB Leipzigs erstem Heimspiel der Saison gegen eben Eintracht Frankfurt Thema. Trainer Julian Nagelsmann hat das Vorgehen der NADA im Fall Hinteregger kritisiert. „Das offensive Umgehen der Doping-Agentur finde ich nicht gut, weil dadurch ein Spieler vorverurteilt wird. Es bleibt immer irgendwas hängen, was dem Spieler völlig zu Unrecht angeheftet wird. Solche Dinge sollten erst öffentlich werden, wenn wirklich etwas war und nicht der ganze Prozess dahin begleitet wird”, sagte Nagelsmann.

Die NADA hatte öffentlich bestätigt, Ermittlungen aufgenommen zu haben, nachdem Hinteregger am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel der Eintracht gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:0) nach einem Wadenkrampf eine Tablette eingenommen hatte. Nach Angaben des Vereins habe es sich dabei nicht um ein verbotenes Schmerzmittel, sondern ein Kohlenhydrat-Gel gehandelt. Hinteregger war zudem mit einer Nadel behandelt worden, laut Klub eine Akupunkturnadel. Am Freitag bestätigte die NADA diese Angaben und schloss den Fall Hinteregger. „Die NADA kommt zu dem Ergebnis, dass kein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen vorliegt. Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen”, heißt es in der Mitteilung. Die Behandlungsmethode sei „mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar”.

Zudem wies die Agentur den Vorwurf zurück, sie habe die Frankfurter oder Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht. Man habe „solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang„ mit dem Klub „und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt”, teilte die NADA weiter mit.

Nagelsmann über Dopingkontrollen: „Im Fußball läuft das human ab”

Dopingkontrollen seien „wichtig und völlig gerechtfertigt, damit dieser Sport immer sauber bleibt”, sagte Nagelsmann. „Im Vergleich zu anderen Sportarten, wo Sportler Tag und Nacht erreichbar sein müssen und alles dokumentieren müssen, läuft das im Fußball recht human ab”, findet der 32-Jährige. Nicht nur Individualsportler, sondern beispielsweise auch A-Kader im Volleyball müssen im Kontrollsystem ADAMS auf die Stunde genau eintragen, wo genau sie sich befinden, damit die Kontrolleure jederzeit unangekündigte Kontrollen durchführen können. Auch zu Hause oder nach dem Kinobesuch. Das gilt offiziell auch für die deutschen Fußball-A-Nationalspieler.

In den Fußball-Bundesligen hingegen werden lediglich die Abläufe einer Trainingswoche für das gesamte Team durch einen Anti-Dopingbeauftragten (bei RB ist das einer der Physiotherapeuten, Christopher Weichert) gemeldet. Das ist eigens zwischen NADA und DFL geregelt. Dazu gehören Trainingstermine, Reisepläne oder öffentliche Auftritte bei Sponsoren. In der trainings- und spielfreien Zeit müssen keine Aufenthaltsorte der Spieler hinterlegt werden.

Nagelsmann: „Tests sind ausreichend”

„Die Tests im Training sind ausreichend und werden regelmäßig durchgeführt”, sagte Nagelsmann. In dieser Saison hatte es bislang eine unangkündigte Dopingkontrolle im Trainingslager in Seefeld gegeben. Zudem wird nach jedem Pflichtspiel kontrolliert.

Grundsätzlich vertritt Nagelsmann die Auffassung: „Doping würde im Fußball deutlich weniger bringen als im Individualsport, weil die ganze Last des Gewinnenwollens und Gewinnenmüssens auf elf Spieler verteilt ist und nicht auf einen, der allein unterwegs ist.”

Gegen diese These spricht, dass gerade im immer schneller und athletischer werdenden Fußball Leistung bis ins kleinste Detail optimiert wird, da hier die größten Summen im Umlauf sind. (RBlive)

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