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Neapel bezwingt Buffon im Elfmeterschießen Demme feiert Pokalsieg in Italien

Demme gegen Legende Buffon: Seine Chance verwandelte Demme nicht, doch sein Team holte den Pokal.

Demme gegen Legende Buffon: Seine Chance verwandelte Demme nicht, doch sein Team holte den Pokal.

Der SSC Neapel um den Ex-Leipziger Diego Demme hat im Elfmeterschießen gegen Rekordmeister Juventus Turin zum sechsten Mal in seiner Geschichte den italienischen Pokal gewonnen. Nach dem 0:0 in der regulären Spielzeit verfehlte Turin am Mittwochabend im wegen der Corona-Krise leeren Stadio Olimpico von Rom die beiden ersten Versuche vom Punkt und verlor am Ende 2:4.

Cristiano Ronaldo durfte gar nicht mehr antreten, nachdem zuvor Paulo Dybala an Neapels Torwart Alex Meret gescheitert war und Danilo den Ball über das Tor geschossen hatte. Demme hat so nur wenige Monate nach seinem Wechsel in die Serie A den ersten großen Titel seiner Karriere errungen.

„Wir haben gekämpft von der ersten bis zur letzten Minute. Ich bin wirklich stolz, Teil dieses Teams zu sein”, sagte Demmes Teamkollege Meret nach dem Erfolg. „Wir freuen uns über die erste Trophäe, aber es gibt noch viel zu tun. Mit diesem Spirit müssen wir weitermachen und versuchen in der Meisterschaft aufzuholen.”

Großchance für Demme gegen Buffon

In der regulären Spielzeit hatte das von Gennaro Gattuso trainierte Neapel schon einige gute Chancen auf den Siegtreffer, scheiterte aber jedes Mal an Gianluigi Buffon. Auch Demme tauchte frei vor der Keeper-Legende auf, scheiterte aber an einer Glanzparade (41.). In der Nachspielzeit wehrte Buffon einen Kopfball von Nikola Maksimovic gerade so vor der Linie ab.

Dennoch reichte Juve diese Glanztat nicht. Die Chance auf das Triple aus Meisterschaft, Champions League und Pokal ist damit hin. In der Liga ist Turin Tabellenführer. Neapel liegt vor dem Wiederbeginn der Serie A am Wochenende auf Rang sechs.

Der 28-jährige Demme spielte als zentraler Sechser in seinem ersten Geisterspiel nach dreieinhalbmonatiger Pause gewohnt kampf- und laufstark über die gesamte Spielzeit hinweg durch, hatte eine Passquote von fast 97 Prozent und war mit 71 Ballkontakten Antreiber. Für einen der vier Elfmeter war er nicht eingeteilt.

Zeit Online hatte in dieser Woche die These aufgestellt, dass RB wegen des Abgangs von Demme im Winter in der Rückrunde derart eingebrochen ist. „Sie haben die Meisterschaft verkauft”, zitiert die Zeit einen anonymen Insider, der einmal sehr nah dran war, wie es heißt. (RBlive/dpa/ukr)