Vize-Weltmeister zu RB? Was am Palacios-Gerücht dran ist
Ein Argentinier mit Bundesliga-Erfahrung für den argentinischen Trainer Demichelis: Das klingt naheliegend, ist jedoch laut RBlive-Informationen derzeit kein Thema bei RB Leipzig.

Leipzig/ukr – Am Mittwoch machte ein von dem argentinischen Journalisten Sebastian Srur in die Welt gesetztes Gerücht die Runde, nach dem RB Leipzig an Exequiel Palacios interessiert sei.
Sportlich ist der zentrale Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen sicher höchst interessant. Er kennt die Liga und würde perfekt zum neuen argentinischen Trainer Martin Demichelis passen und dessen Mentalität an zentraler Stelle im Team verkörpern.
Lesen Sie hier: Kaufpflicht für Jungstar: RB hat ersten Transfer 2027 schon fix
Palacios zu teuer und zu alt für RB
Doch aus zwei Gründen ist der Transfer derzeit komplett unrealistisch. Erstens verlangt Leverkusen für den 27 Jahre alten Vize-Weltmeister, der im WM-Gruppenspiel gegen Jordanien über 90 Minuten hinweg zum Einsatz gekommen war, etwa 50 Millionen Euro. Deutlich zu viel für RB. Viel mehr als 25 Millionen Euro kann und will der Bundesligadritte in diesem Transferfenster nicht für einen Spieler ausgeben.
Und zweitens passt Palacios mit 27 Jahren absolut nicht ins Transferschema – zumindest nicht für eine solche Summe, die RB für einen Spieler in diesem Alter bei einem Weiterverkauf auch nicht wieder erlösen könnte. In der Regel sind Leipziger Zugänge nicht älter als 24 Jahre. Ausnahmen wie einst Kevin Kampl gibt es immer wieder mal, sind jedoch nicht an der Tagesordnung.
RB hat Verkaufsdruck
Korrekt ist, dass RB noch nach einem Sechser/Achter Ausschau hält – zumal noch nicht absehbar ist, wann Zugang Rocco Reitz wieder fit ist. Doch der Argentinier Palacios ist nach RBlive-Informationen aktuell kein Thema am Cottaweg. Auch, weil zunächst Einnahmen hermüssen, um weitere Transfers wie den avisierten von Stürmer Fisnik Asllani realisieren zu können. Erste Verkaufskandidaten derzeit sind Yan Diomande (120 Millionen Euro Forderung), Antonio Nusa (60 Millionen Euro) und Castello Lukeba (etwa 60 Millionen Euro). Dazu sollen die angestrebten Verkäufe der Leihrückkehrer Eljif Elmas, Arthur Vermeeren und Lutsharel Geertruida kommen.