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Ralf Rangnick zeigt Präsenz bei RB Leipzig in Seefeld

Ralf Rangnick im Trainingslager von RB Leipzig in Seefeld auf der Trainerbank.

Ralf Rangnick im Trainingslager von RB Leipzig in Seefeld auf der Trainerbank.
Copyright: imago/Picture Point

Es ist ein ungewohntes Bild. Wer Ralf Rangnick in diesen Tagen beobachtet, den erinnert nichts mehr an die vergangenen sieben Jahre, in denen er hauptverantwortlicher Sportdirektor für RB Leipzig gewesen ist. Der 61-Jährige trägt im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im österreichischen Seefeld nur noch zivil – kein Vereinskäppi, keinen Trainingsanzug mit seinen Initialen, keine Windjacke mit dem Logo des Clubs.

Räumliche Trennung, aber engster Kontakt zu Krösche und Nagelsmann

Seit dem 1. Juli trägt Rangnick den Titel „Head of Development Soccer“ im Red-Bull-Konzern, der RB Leipzig sponsert und dem der Verein zu 99 Prozent gehört. Er kümmert sich dort um die Gesamtentwicklung der drei Fußballstandorte des österreichischen Getränkeherstellers in New York, im brasilianischen Braganca Paulista – und eben in Leipzig. Dort hat Rangnick seinen Lebensmittelpunkt und will demnächst die alten Geschäftsräume des Clubs in der Leipziger Innenstadt mit seinem neuen Team beziehen.

Doch es scheint nicht ganz so einfach, die neue Rolle von der alten zu trennen. Entgegen seiner Ankündigung, sich ab dem 1. Juli „einen Überblick an den Standorten zu verschaffen“, ist er immer noch sehr präsent bei seinem alten Arbeitgeber. Das Team von Bragantino hat er kürzlich während eines Trainingslagers in Salzburg in Augenschein genommen. Daneben verfolgte er das Auftakttraining von Leipzigs neuem Trainer Julian Nagelsmann Montag vergangener Woche. Rangnick saß plaudernd neben seinem Nachfolger auf dem Sportdirektoren-Posten, Markus Krösche, beim Testspiel gegen den FC Zürich vorigen Freitag. Und auch ins Trainingslager nach Tirol ist er gereist.

RB und Rangnick wollen keine schlafenden Hunde wecken

Dort versuchen sowohl der Standort-Entwickler als auch seine alter Club zu vermeiden, dass zu viele gemeinsame Bilder den Eindruck erwecken, als wäre Rangnick mehr noch ins Tagesgeschäft involviert, als es die Regeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) zulassen. Diese untersagen es Geldgebern und deren Angestellten, in die Belange eines Vereins einzugreifen.

Rangnick flog deshalb zwar mit der Mannschaft am Sonntag von Leipzig nach Innsbruck, doch er fuhr in einem eigenen Kleinbus zum Teamhotel nach Mösern und ging auch nicht in einer Reihe mit Spielern und Betreuern ins Hotel, sondern eilte an der Gebäudewand entlang ins Foyer. Unsichtbar ist er allerdings nicht. Er besuchte Montagvormittag das Training, kam am Platz in Seefeld aber weit nach dem Trainerteam und den Spielern an. Und er isst gemeinsam mit der Trainingslagergesellschaft.

Nur noch Beraterrolle – oder „deutlich darüber hinaus“?

Schließlich fällt RB Leipzig in sein Aufgabenfeld und ist Ausgang wie Ziel seiner Bemühungen, die beiden anderen Clubs aus dem Red-Bull-Universum auf das Level des deutschen Brudervereins zu heben. Seine Befugnisse sind dabei offiziell auf die „Beraters“ beschnitten, wie Mintzlaff Anfang Juni erklärte, „der für unsere Sportdirektoren und alle sportlichen Belange zur Verfügung steht“.

So sieht es auch Rangnick. „Meine Aufgaben in dem neuen Job gehen deutlich über die Rolle eines reinen Ratgebers hinaus. Die endgültigen Entscheidungen aber, wie viel von den Empfehlungen letztendlich angenommen werden, müssen die Verantwortlichen treffen“, sagte er kürzlich dem Fachmagazin „Kicker“. „Aber ich gehe schon davon aus, dass meine Empfehlungen, die in den letzten sieben Jahren auch nicht so falsch waren, nicht von heute auf morgen schlechter werden.“

(dpa/mhe/msc)

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