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Zu viele Torlos-Spiele: RB Leipzig mit Offensivproblemen

Auch gegen Dortmund wollte der Sabitzer-Torabschluss nicht über die Linie.

Auch gegen Dortmund wollte der Sabitzer-Torabschluss nicht über die Linie.

„Wir wollen unsere gute Form der Hinrunde bestätigen und an unsere gute Defensive anknüpfen. Vorn können wir immer ein Tor schießen“, hatte Kevin Kampl noch vor ein paar Tagen und vor Beginn der Rückrunde erklärt. Gegen Borussia Dortmund reichte es für RB Leipzig trotzdem nicht für einen Treffer, der einen Punkt eingebracht hätte.

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass RBL in den letzten Wochen ohne eigenes Tor blieb. In der Bundesliga stand in gleich sechs der letzten elf Spiele vorn die null. Das ist die Mehrzahl der Spiele und widerspricht der These von Kevin Kampl, dass RB Leipzig „immer ein Tor schießen“ kann. Vor allem in Auswärtsspielen (Augsburg, Wolfsburg, Freiburg, München) tat sich das Rangnick-Team dabei schwer. Aber auch gegen Schalke und Dortmund konnte man den gegnerischen Torwart nicht überwinden.

RB Leipzig schießt immer weniger Tore

16 Toren in den ersten sieben Spielen stehen nur noch 15 Tore in den folgenden elf Spielen gegenüber. Allerdings ist die Mannschaft nach neun Toren in den ersten sieben Spielen mit neun Gegentoren in den nächsten elf Spielen auch defensiv stabiler geworden. 2,0 Punkte pro Spiel zu Saisonbeginn stehen trotzdem nur 1,55 Punkte pro Spiel seit dem achten Spieltag gegenüber.

Dabei hat RB Leipzig mit Timo Werner und Yussuf Poulsen diese Saison sogar erstmals in der Bundesliga ein gleichermaßen treffsicheres Duo. Es könnte die erste Saison werden, in der gleichzeitig zwei RB-Spieler in der Bundesliga zweistellig treffen. Dass Werner und Poulsen seit dem achten Spieltag abgebaut haben, könnte man auch nicht behaupten. Zusammen acht Tore in den ersten sieben Spielen, stehen elf Tore in den folgenden elf Spielen gegenüber. Eine konstante Bilanz.

Zahl der Torchancen sinkt – Anzahl der Großchancen bleibt relativ konstant

Fakt ist, dass die Anzahl an herausgespielten Chancen in den letzten Wochen erheblich gesunken ist. 5,7 Torchancen hatte RB Leipzig in den letzten elf Spielen. In den sieben Spielen davor waren es im Schnitt noch 7,7 gewesen. In Auswärtsspielen hat RB nur fünf Torchancen pro Partie, während es in Heimspielen 7,7 sind.

3,1 Großchancen (das sind Chancen, bei denen ein Spieler allein vor dem gegnerischen Tor auftaucht) pro Partie in den ersten sieben Spielen stehen noch 2,5 Großchancen pro Partie in den letzten elf Spielen von RB Leipzig gegenüber. Auch in Heimspielen ist die Anzahl der Großchancen mit 3,0 nicht extrem höher als in Auswärtsspielen (2,5). In den letzten drei Auswärtsspielen in München, Freiburg und Wolfsburg erspielte sich RB Leipzig allerdings insgesamt gerade mal vier Großchancen. Und verwandelte keine einzige davon.

Spielidee und schwächere Chancenverwertung führen zu weniger Toren

Es ist entsprechend eine Mischung verschiedener Probleme, die die Torlosigkeit in der Mehrzahl der Bundesligaspiele in den letzten Wochen erklärt. Zuerst einmal erspielt sich RB Leipzig nicht mehr so viele Chancen wie zu Saisonbeginn. Das erklärt sich dadurch, dass nach der Niederlage gegen Salzburg Anfang September noch mal deutlicher der Fokus auf Defensive und das Spiel gegen den Ball gelegt wurde. Zudem fehlt Emil Forsberg seit nunmehr elf Bundesligaspielen und damit eine wichtige Offensivoption in der Ballverarbeitung und in der Mitnahme von Tempo, um aus Angriffen auch Torabschlüsse werden zu lassen.

Zudem hat sich auch die Chancenverwertung in den letzten elf Spielen verschlechtert, denn aus der leicht geringeren Anzahl an Großchancen erklärt sich das eine Tor weniger, das RB Leipzig seit dem achten Spieltag pro Partie schießt, nicht komplett. Gerade aus dem Mittelfeld und den Positionen hinter den Stürmern kommt in dieser Saison bisher zu wenig Torgefahr.

Zu wenig Sturmentlastung aus dem Mittelfeld

Kevin Kampl, Marcel Sabitzer, Diego Demme, Marcel Halstenberg, Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté sind neben Werner und Poulsen die meisteingesetzten Feldspieler bei RB Leipzig. Zusammen haben sie aber gerade einmal drei Tore erzielt. Alle drei Tore fielen im Heimspiel gegen Nürnberg. Ansonsten: Fehlanzeige.

Marcel Sabitzer hat insgesamt schon 36mal auf das gegnerische Tor geschossen. Knapp drei Abschlüsse sind das auf 90 Minuten. Bis auf zwei Tore gegen Nürnberg kam dabei nichts heraus. 18 Schüsse braucht er also pro Tor. Der Offensivmann, der läuferisch sehr viel in die Spiele investiert, hat damit hinter Kevin Kampl (23(!) Schüsse und nur ein Tor) die schlechteste Quote aller RB-Spieler. Auch gegen Dortmund scheiterte Sabitzer zweimal aus sehr guter Position an Roman Bürki. Und am Ende stand dann eben wieder die Null auf der Anzeigetafel. Mal wieder.