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"Emil hat auf der falschen Position gespielt" Forsberg-Berater Cetinkaya übt Kritik an Nagelsmann

Die beiden Cetinkaya-Klienten Forsberg (r.) und Gulacsi im Aktuellen Sportstudio

Die beiden Cetinkaya-Klienten Forsberg (r.) und Gulacsi im Aktuellen Sportstudio

Berater sind eine besondere Spezies im Kosmos des Profifußballs. Ihr Kerngeschäft ist das Verkaufen von Spielern, insofern lohnen sich Interviews mit Ihnen nur selten: Oft sind sie Teil irgendeiner Marktstrategie.

Ein Blick hinter die Kulissen des Geschäfts kommt deshalb auch selten zustande. Hasan Cetinkaya hat trotzdem einen gewährt. Klar, der Berater von Peter Gulacsi und Emil Forsberg hat seine beiden Klienten gerade mit neuen Verträgen versorgt. Beide bekamen jeweils neue Arbeitspapiere, gültig bis 2025.

Sevilla war an Gulacsi interessiert

Durchaus ein Grund zum Feiern und Plaudern. Beide werden nach dem Ende ihrer Verträge weit über 30 sein. Für den Schweden Cetinkaya ist das im Fall des RB-Keepers aber kein Grund, ans Aufhören zu denken. "Mit 35 kommt Peter doch erst ins beste Torwartalter", sagte der Berater in einem Gespräch mit der BILD, der er verriet, dass der FC Sevilla an Gulacsi dran gewesen sei, auch ein "großer Klub aus der Bundesliga", dem Vernehmen nach Borussia Doertmund, aber weiß man's?

Dass beide 2019 in eine Vertragsverlängerung eine Ausstiegsklausel über 13 Millionen Euro eingebaut hatten, berichtete Cetinkaya ebenfalls, der in den vergangenen Jahren am Cottaweg vor allem wegen seines Vorgehens in Sachen Forsberg berühmt und berüchtigt wurde. So gut wie jeden Sommer seit dem Aufstieg 2016 gab es gestreute Gerüchte über einen Wechsel des Spielmachers zu einem anderen - immer sehr großen - Klub.

Zwei Mal wurden Verträge und Bezüge geändert. Dass Forsberg plötzlich aber auch noch einen dritten neuen Vertrag bekommt, obwohl er schon 29 ist, kann Cetinkaya durchaus als Coup verbuchen.

Mit Mintzlaff ging alles ganz schnell

Unter Sportdirektor Markus Krösche seien die Vertragsverhandlungen nur sehr "langsam vorangekommen", erzählt der Schwede. Dann ging Krösche, Vereinschef Oliver Mintzlaff und dessen rechte Hand, Florian Scholz, übernahmen, und mir nichts, dir nichts waren die Verhandlungen zu Ende gebracht. Auch weil Neu-Trainer Jesse Marsch bei beiden auf einen Verbleib gedrängt hatte.  

„Als Oliver Mintzlaff zusammen mit Florian Scholz die Verhandlungen übernommen hat, hat sich Emil sofort wohl gefühlt", so Cetinkaya. "Oliver Mintzlaff war der Schlüssel, er hat viel möglich gemacht. Unter ihm ging dann alles sehr schnell." 

Dazu sei das Gespräch mit Jesse Marsch gekommen, der ihm offenbar eine andere Rolle angeboten hat, als Julian Nagelsmann ihn spielen ließ, der den 29-Jährigen in dieser Saison hin und wieder als Sturmspitze in der Rolle einer "falschen Neun" aufstellte. In Cetinkayas Augen die "falsche Position". Man darf die Einlassung ruhig als weitergeleitete Kritik an Nagelsmann verstehen. Aber jetzt sei ja alles wieder gut: "In der neuen Saison kann er das spielen, was er am besten kann – unter Jesse Marsch wird seine Leistung explodieren!" (RBlive/hen)