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U-21-Coach Kuntz vergleicht Selke mit einem Korken

Neuer Verein, jetzt EM, neues Glück? Davie Selke witterte die Chance auf einen Neuanfang. Der 22-Jährige, der vergangene Saison bei RB Leipzig meist die Bank drückte, hat sich kürzlich erst zu Hertha BSC transferieren lassen. Und befindet sich aktuell in seiner Komfortzone, nämlich im Kader der deutschen U-21-Nationalmannschaft, die Sonntag in die Europameisterschaft einsteigt.Erster Gegner für die DFB-Bubis ist Sonntag (18 Uhr) Tschechien. Das ZDF überträgt. Vermutlich wird Selke von Beginn an spielen, was zuletzt ein seltenes Vergnügen für den Angreifer in Leipzig gewesen ist. In der U-21 allerdings gilt er als gesetzt und gehört zu den Führungsspielern. Das war schon so unter Horst Hrubesch, und ist es auch unter seinem Nachfolger Stefan Kuntz. Kuntz war früher ebenfalls Stürmer, ebenfalls einer für den Strafraum. In Polen sagt Kuntz der Zeit über Selke: „Man kann sich vorstellen, was sich in dem Jungen angestaut hat. Da muss man vorne nur den Korken ziehen.“

„Davie ist ein Mentalitätsmonster“

Man wird sehen. Wer wissen will, wen RB da an die Berliner abgegeben hat, vielleicht sieht er es bei der EM. Sport1, das ZDF und die ARD übertragen sämtlichen deutschen Spiele. Selke jedenfalls träumt schon vom Finale – und natürlich von sich selbst im Scheinwerferlicht. „Wenn ich das Siegtor im Finale machen würde, da würde ich komplett ausrasten. Da bin ich unberechenbar.“

Kuntz würde natürlich mit ausrasten. Für den frühern Nationalspieler ist die U-21 die erste Trainerstation. Ein EM-Titel wäre der perfekte Einstand. Dafür braucht er aber Tore von Selke. Und seinen Uneigennutz, die Mannschaft zu führen. Zweifel? Selke könne das, meint Kuntz. „Der schießt das 1:0, nimmt den Ball wieder aus dem Tor und legt ihn auf den Mittelpunkt, weil er noch ein zweites schießen will. Das ist natürlich das, was du haben willst als Trainer. Davie ist ein Mentalitätsmonster!“

 


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