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Ralph Hasenhüttl will in der Champions League überraschen

Ralph Hasenhüttl will mit RB Leipzig in der Champions League für Überraschungen sorgen. Das erklärt er im Interview mit dem Kicker (Print).

Champions League für Ralph Hasenhüttl ein Karrieresprung

Man werde mit „sehr viel Freude“ in die Partien gehen. „Dieses erste Spiel gleich zu Hause in unserem Stadion gegen Monaco, das wird ein Highlight sein. Wir haben als Aufsteiger etwas erreicht, was es wahrscheinlich so schnell nicht mehr geben wird. Deshalb wird sich dieses erste Spiel als Belohnung anfühlen, aber auch als Auftrag, Deutschland würdig zu vertreten.“

Für Ralph Hasenhüttl sei die Champions League persönlich „ein Karrieresprung. Ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme. Ich habe auch nicht vergessen, wie viel Arbeit dahintersteckt, um dahin zu kommen, wo ich jetzt sein darf. Ich habe es sehr vielen Menschen und meinen Mannschaften zu verdanken, dass ich mit ihnen immer Erfolg hatte.“

Belastungssteuerung als wichtiges Thema

Dabei wird auch die ungewohnte Belastung eine Herausforderung. „Sieben Spiele in gut drei Wochen, das hatte ich als Trainer noch nie, das ist für uns alle Neuland.“ Man habe die Wochen aber „minutiös durchgeplant. Was die Belastungssteuerung betrifft, haben wir es in der vergangenen Saison fast immer geschafft, am Wochenende heißer und hungriger zu sein als der Gegner. Jetzt müssen wir dies eben im Drei-Tages-Rhythmus schaffen.“

Zur besseren Regeneration wird RB Leipzig nach den Auswärtsspielen in der Champions League auch erst spät am Folgetag zurückfliegen. „Schlaf ist für uns die beste und wichtigste Regeneration. Die Spieler sollen ausschlafen und nicht um sechs Uhr morgens an den Frühstückstisch hetzen.“ Achten müsse man dabei aber auch darauf, dass die Spieler ohne Einsätze genug Belastung bekommen.

Mangelnde Erfahrung kein Problem

Kein Hindernisgrund für Erfolg sei die mangelnde Erfahrung im Team von RB Leipzig. Nur wenige Akteure haben überhaupt schon mal Champions League spielen dürfen. „Ich sehe das schon als Chance. Wir wollen selbst die Erfahrungen sammeln. Da ist man wacher, da ist man scharf und fokussiert. Ich glaube nicht, dass wir dazu neigen, nervös zu sein. Wir sind eher neugierig.“ Schon das Überstehen der Gruppenphase wäre für Ralph Hasenhüttl ein „Riesenerfolg“.

Gern immer auf dem Platz hätte Hasenhüttl seine Offensivmotoren Emil Forsberg und Naby Keita. „Wenn sie fit sind, habe ich sie am liebsten immer in der Startelf. Aber wenn einer von ihnen nur bei 60 Prozent ist, macht es mehr Sinn, einen Spieler zu bringen, der zwar nicht diese außergewöhnliche Qualität hat, aber hungrig und bei 100 Prozent ist.“

Emil Forsberg mit dauerhafter Perspektive Europa überzeugen

Der Trainer ist froh, dass die Zukunft von Naby Keita geklärt ist und er befreit aufspielen kann. Kein Problem sei, dass die Zukunft von Emil Forsberg eher ungewiss ist. Vielmehr hofft Ralph Hasenhüttl, dass RB Leipzig in eine Situation kommt, „dass es auch mental immer schwerer wird, von uns wegzugehen“.

„Wir sollten auf lange Sicht das Ziel haben, auch in Zukunft Bestandteil der großen europäischen Fußballbühne zu sein“, gibt er indirekt das Saisonziel Europa aus. „Und wenn das der Fall ist, gibt es schon viele Aspekte, die die Spieler zum Bleiben bewegen können. Das ist mein Wunsch, dass wir den Verein zusammen dahin entwickeln und so groß machen, dass die Jungs sagen: Warum soll ich woanders hingehen, wenn ich hier alles habe: Überragende Trainingsverhältnisse, einen super Teamspirit, eine schöne Stadt, ein Publikum, das mich unglaublich pusht, eine tolle Bühne.“


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