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Robert Lewandowski: „Mehr Mannschaften wie RB Leipzig“

Bayern-Profi Robert Lewandowski hat sich gerade durch ein SPIEGEL-Interview Ärger mit Karl-Heinz Rummenigge eingehandelt. In dem Gespräch um den Zustand des Fußballs und der Bundesliga ging es auch um RB Leipzig.

Lewandowski fordert Bayern-Bosse erneut heraus

Zunächst zog sich der meinungsfreudige Lewandowski mal wieder den Unmut seines Arbeitgebers zu, weil er öffentlich einen Toptransfer forderte. Im Gespräch über die Riesensummen, die zuletzt für Neymar oder Kylian Mbappé bewegt wurden, erklärte er auch seine Einstellung zum Vereinsfußball. „Loyalität ist zwar ein schönes Wort, eine wunderbare Vorstellung und im Privatleben ein wichtiger Wert. Im Profisport zählen Erfolg und Geld. Diese beiden Komponenten entscheiden über einen Transfer, nichts anderes.“

Auf der anderen Seite befürwortet er angesichts der finanziellen Ungleichheit ein neues Umverteilungsmodell, das Transfers im Fußball nach einem festgelegten Schlüssel taxiert. Inklusive Fairnesszuschlag für die reichen und Rabatte für die ärmeren Clubs.

RB Leipzig verstärkt Wettbewerb auf Spitzenniveau

Dass die Bundesliga einen gesunderen Wettbewerb benötigt, davon ist er nämlich fest überzeugt. „Ich weiß, dass es jetzt nicht jedem gefallen wird, aber die Bundesliga braucht mehr Mannschaften wie RB Leipzig. Starke Teams zwingen uns, nach mehr zu investieren.“ Dazu reiche der Druck des Dauerverfolgers aus Dortmund auch nicht aus. „Wir brauchen wir, fünf Mannschaften, die permanent auf Spitzenniveau spielen.“

Unruhe beim FC Bayern München

Außerdem habe mehr Wettbewerb einen weiteren Vorteil. „Eine starke Liga würde auch die Vermarktung interessanter machen. Vielleicht noch mehr als die ganzen Asiensreisen. Ich bin gegenüber den Auslandsreisen skeptisch“, pflichtete er Ralph Hasenhüttl bei. Der hatte sich in der Vorbereitung zum Thema geäußert und ebenfalls eine Antwort des Bayern-Chefs erhalten. Die neuen Aussagen kommen bei den Bayern vor dem Duell gegen den RSC Anderlecht am Dienstag ziemlich unpassend. Und auch in der Liga könnte RB Leipzig von der Unruhe profitieren, aktuell liegt man punktgleich zwei Plätze vor den Münchnern.

 


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