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Yussuf Poulsen: Wahrscheinlichkeit, bei großem Klub zu landen, ist gering

Yussuf Poulsen glaubt nicht, dass er in seiner Karriere mal für einen großen Verein spielen wird. „Ich weiß, was ich kann und was nicht. Ich setze mir keine Limits, aber ich weiß auch, dass die Wahrscheinlichkeit, einmal zum Beispiel in Barcelona zu spielen, gering ist“, erklärt der Stürmer von RB Leipzig im Interview mit Sportbild (Print).

„Früher ist mir der Ball vom Fuß gesprungen, wenn er mit mehr als vier km/h kam“, sieht er bereits Entwicklungen bei sich. „Aber für einen ganz großen Klub müsste ich mich noch sehr stark weiterentwickeln. Aber möglich ist alles im Fußball. Schauen Sie Jamie Vardy an, der mit Mitte 20 noch in der fünften Liga spielte und jetzt Nationalspieler ist.“

Timo Werner für Yussuf Poulsen die Nummer 1 in Deutschland

Im Gegensatz zu sich selbst traut Yussuf Poulsen seinem Sturmkollegen Timo Werner durchaus die ganz große Karriere zu. „Timo kann ein Weltstar werden, wenn er fokussiert bleibt. Timo ist für mich jetzt schon Deutschlands Stürmer Nummer 1, es gibt keinen, der seine Qualität hat.“

Sorgen, dass RB Leipzig bei weiteren Abgängen neben Naby Keita auseinanderbrechen und an Qualität verlieren könnte, macht sich Yussuf Poulsen nicht. „Wenn es so kommt, dass weitere Spieler gehen, dann muss unser Sportdirektor noch mehr arbeiten (lacht). Dass er immer wieder Top-Spieler findet, hat er ja schon oft bewiesen. Davon abgesehen denke ich auch, dass diese ganzen Wechselgedanken zu Topklubs eher die Medien als wir Spieler haben – RB Leipzig wird bald auch ein ganz großer Klub werden.“

Yussuf Poulsen will mit RB Leipzig in der Europa League weit kommen und wieder in die Champions League

Für die Rückrunde hofft Yussuf Poulsen, dass man in der Europa League noch ganz weit kommt. „Gegen den SSC Neapel wird es ganz schwer. Das könnte schon fast ein potenzielles Champions- League-Duell sein. Aber wenn wir da weiterkommen und wir in jedem Spiel unsere Top-Leistung abrufen können, wissen wir, dass wir jeden schlagen können.“

Zudem wolle man sich am Ende der Saison wieder für die Champions League qualifizieren. „Die Champions League war ein tolles Erlebnis. Das ist natürlich auch eine sehr große Motivation für uns, jetzt wieder unter die ersten drei zu kommen. Ich halte das für möglich, aber dafür müssen wir wieder konstanter und effektiver werden als zuletzt.“

RB Leipzig im Vergleich zur Vorsaison gereift

Dabei glaubt Yussuf Poulsen nicht, dass der Trend im Vergleich zur Vorsaison negativ ist. „Wir sind als Mannschaft besser und reifer als vor einem Jahr. Man darf nicht vergessen, dass unsere Spieler zum ersten Mal englische Wochen gespielt haben.“ Als Ausrede wolle man die Mehrfachbelastung aber nicht benutzen. „Wir wissen, dass wir es besser machen müssen.“

Schwierig sei in den englischen Wochen vor allem der Kopf, weil man immer wieder schnell runter- und hochfahren muss, um dann im engen Rhythmus der Spiele wach zu sein. Verbessern müsse man sich auch beim Verteidigen von Standards, im Spiel mit dem Ball und in der Mentalität. Bei letzterem könne man sich etwas bei Marcel Sabitzer abschauen, der „immer alles raushaut, egal ob es regnet, schneit oder 40 Grad sind.“


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