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Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff wünschen sich bei RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen den vollen Support des Publikums. (Foto: Imago)

Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff wünschen sich bei RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen den vollen Support des Publikums. (Foto: Imago)

RB Leipzig wünscht sich Support statt Boykott

Anfang der Woche wurde bekannt, dass Teile der Anhänger von RB Leipzig mit einem 45-minütigen Stimmungsboykott im Spiel gegen Bayer Leverkusen gegen Montagsspiele protestieren wollen. Die Entscheidung von insgesamt 14 Fangruppen sorgte für kontroverse Debatten unter den RB-Fans.

Nun hat sich auch die Vereinsspitze von RB Leipzig in der Debatte zu Wort gemeldet. „Wir möchten in unserer zweiten Bundesliga-Saison das großartige Schaffen und uns wieder für das internationale Geschäft qualifizieren. Dafür muss die Mannschaft in diesen wichtigen, aber auch harten Wochen alles geben. Und wir hoffen, dass wir ALLE die Mannschaft so unterstützen, wie Sie es verdient hat“, heißt es in einem von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick unterzeichneten Brief an die Fanclubs von RB Leipzig.

Montagsspiele dienen der Entlastung von Europa-League-Startern

In dem Brief erklärt der Verein, warum es zu der Entscheidung der Bundesliga für die Einführung von Montagsspielen kam. „Alle Vereine der Bundesliga haben dafür abgestimmt, in der laufenden Saison aus sportlichen Gründen fünf Montagsspiele einzuführen, um die Europa-League-Starter zu entlasten. Betroffene Clubs und Sportdirektoren hatten zuvor immer wieder darum gebeten, nach internationalen Spielen am Donnerstag nicht bereits wieder am Samstag antreten zu müssen. Vor diesem Hintergrund wurden pro Saison insgesamt zehn Ausweichtermine beschlossen – davon fünf am Sonntag und fünf am Montag.“

Zu dieser Entscheidung steht RB Leipzig, weil „wir zu dem stehen, was wir sagen oder gesagt haben. Und wir stehen auch dazu, wenn wir für irgendetwas abgestimmt haben.“ Bei der Entscheidung seien „kommerzielle Gründe nicht entscheidend“ gewesen, da „auf die fünf Montagsbegegnungen weniger als ein Prozent der Medienerlöse entfällt“.

Montagsspiele mindestens bis 2021 beschlossene Sache

Man weist zudem darauf hin, „dass wir tatsächlich von lediglich 5 von 306 Spielen sprechen. Diese fünf Spiele öffnen nicht die Tür für weitere Spiele an einem Montag. Auch in der neuen Rechteperiode werden keinesfalls mehr als diese fünf Spiele vertraglich vereinbart werden.“

Bei einem Treffen der Vertreter der 1. Liga sei zudem beschlossen worden, dass sich an den Montagsspielen in der aktuellen TV-Rechteperiode bis 2021 nichts ändert. „Grundsätzlich haben wird uns geeinigt, den laufenden Vertrag nicht aufzukündigen und Montagsspiele aus sportlichen Gründen beizubehalten.“

RB Leipzig wirbt für Verständnis für Montagsspiele und für Support gegen Leverkusen

„Wir sind uns sicher, dass auch Ihr den Grund der sportlichen Entlastung für die Europa-League-Teilnehmer sehr gut verstehen könnt“, heißt es in dem Schreiben weiter. Trainer Ralph Hasenhüttl hatte zuletzt allerdings auch angemerkt, dass das Montagsspiel gegen Leverkusen für die Vorbereitung auf das Rückspiel im Viertelfinale der Europa League bei Olympique Marseille ungünstig ist.

Unstrittig ist, dass Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick das Spiel von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen als „immens wichtig“ empfinden. „Wir wollen den nächsten Schritt machen und dazu brauchen wir Euch. Ohne Euch und Eure Unterstützung wird es natürlich schwer für die Mannschaft“, sieht man negative Folgen eines 45-minütigen Stimmungsboykotts.