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Martin Hinteregger wurde bei RB-Kritik „falsch zitiert“ – Lob für Dietrich Mateschitz

Martin Hinteregger. Foto: Imago.

Martin Hinteregger. Foto: Imago.

Martin Hinteregger sieht die Medien in der Mitschuld, dass er als Kritiker von RB Leipzig gilt. Bei seinem Wechsel nach Augsburg, sei seine „Kritik am Verhalten von RB Leipzig falsch zitiert“ worden, erklärt er im Interview mit Spox. „Da wurden entscheidende Worte meiner Aussagen einfach weggelassen.“

Es sei der einzige Moment in seiner bisherigen Karriere gewesen, in denen er über einen Twitter-Account nachgedacht habe, um die Dinge klarzustellen. Aus der Geschichte hat der Österreicher aber auch gelernt: „Ich überlege länger, wie ich mich äußere. Es wird gerne beklagt, dass Fußballer immer das gleiche sagen, aber wenn einer etwas anderes sagt, dann wird es sofort aufgebauscht und es heißt: ‚Mega-Kritik von Hinteregger an Leipzig!‘ Es wäre schön, wenn alle immer die Wahrheit sagen würden und diese dann auch so dargestellt wird. Das funktioniert im System Profifußball aber offenbar nicht.“

Leipzig-Gespräche behindern Leipzig-Wechsel

Im Sommer 2016 hatte RB Leipzig mit Martin Hinteregger über einen Wechsel zum frisch gebackenen Bundesligisten gesprochen. Nach seiner Rückkehr von einer Leihe zu Borussia Mönchengladbach spielte der Innenverteidiger wieder kurzzeitig bei Red Bull Salzburg. „Der Wechsel nach Augsburg kurz vor Transferschluss hätte auch reibungslos geklappt – wenn da nicht Leipzig gewesen wäre, das mitgeredet hat“, erklärt Hinteregger nun etwas nebulös.

Nach Gesprächen hatte sich Hinteregger gegen einen Wechsel nach Leipzig und für Augsburg entschieden, was Ralf Rangnick damals irritiert zur Kenntnis nahm. „Aus Respekt vor den Salzburger Fans“ habe er sich gegen Leipzig entschieden. Denn in Leipzig werde durch Ralf Rangnick über die Vereinspolitik in Salzburg bestimmt, argumentierte Martin Hinteregger damals, betonte aber auch die gute Aufbauarbeit von Rangnick in Salzburg. Aufgrund seiner Äußerungen musste Hinteregger bei seinen Gastspielen in Leipzig bisher viele Pfiffe einstecken.

Martin Hinteregger lobt Red Bull und Dietrich Mateschitz

Mit Red Bulls Aktivitäten im österreichischen Fußball hat Martin Hinteregger, der im Interview mit Spox auch über Druck im Fußball und Social-Media-Aktivitäten von Fußballern spricht, weiterhin kein Problem. „Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Red Bull half dem toten Verein Austria Salzburg, lediglich die Farben wurden geändert. Wegen der guten Arbeit kann der Klub mittlerweile wieder alleine und ganz ohne Sponsoren überleben. Die Anzahl der Fans wird noch extrem wachsen und die Unterstützung irgendwann so emotional sein wie in Gladbach oder Augsburg“, sieht er für seinen Ex-Klub ganz große Perspektiven.

Auch Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz bekommt ein Sonderlob ab. „Nach manchen Spielen kam er in die Kabine und gratulierte uns. Jeder im Verein – von der Putzfrau bis zum Sportdirektor – hat unheimlichen Respekt vor ihm und ist stolz, ihn als Chef zu haben. Menschlich ist Mateschitz der Beste der Welt: Er ist sympathisch, bodenständig und hat es nicht verdient, wie er manchmal von ein paar Idioten beleidigt wird.“