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Hasenhüttl, Nagelsmann, Rangnick und Marsch: Chronologie der RB-Trainerfrage

Von Hasenhüttl über Nagelsmann zur Rangnick/Marsch-Doppelspitze. Fotos: imago

Von Hasenhüttl über Nagelsmann zur Rangnick/Marsch-Doppelspitze. Fotos: imago

Die Lösung der Trainerfrage lautete wie seit Tagen spekuliert: Ralf Rangnick, im Team mit Jesse Marsch. Wie es zu der Doppelfunktion kommen konnte, die der Sportdirektor noch vor wenigen Monaten ausgeschlossen hatte, vollzog er nochmal auf der Pressekonferenz am Montag nach.

Hasenhüttl überraschte mit Verlängerung als Grundvoraussetzung

Denn lange Zeit sei er davon überzeugt gewesen, dass der laufende Vertrag seines Übungsleiters erfüllt wird. Auch, wenn es nur bei der einen letzten Spielzeit geblieben wäre. „Wir sind bis zum 16. Mai davon ausgegangen, dass unser Trainer diese Saison Ralph Hasenhüttl heißt“, so Rangnick. Dann trafen sich die Parteien nach Saisonende, um die Zukunft zu besprechen. „Nur hat Ralph Hasenhüttl gesagt, dass Grundvoraussetzung ist, dass er nur weitermacht, wenn wir um mindestens ein Jahr verlängern“, erklärte Rangnick am Montag. „Ich war auch überrascht. Aber ich war es gewohnt, schnell in Lösungen zu denken.“ Grundsätzlich mangelt es mir nicht an Überzeugungskraft“, so Rangnick, aber Hasenhüttl ließ sich nicht umstimmen. „Wir haben es dann in gemeinsamer Runde fair abgewickelt.“

Ralf Rangnick wollte unbedingt Julian Nagelsmann

Ab dem 17. Mai war dann klar, dass RB Leipzig einen neuen Trainer braucht. Der sollte von Anfang an Julian Nagelsmann heißen. „Wir haben einige Wochen mit ihm Gespräche geführt, aber uns nie mit einem anderen Trainer beschäftigt.“ Eine Einigung mit Julian Nagelsmann, einem Trainer, der sich seinen nächsten Arbeitgeber wohl aussuchen konnte, war natürlich auch nicht in ein paar Tagen zu erzielen, gab Rangnick zu bedenken. „Als er uns zugesagt hat, war dann natürlich die Frage, wer die nächste Saison macht.“

„Es gab namhafte Trainer, die sich angeboten haben, obwohl klar war, dass Nagelsmann in einem Jahr übernimmt. Das war für uns aber keine Option.“

Denn es sei von Anfang an klar gewesen, dass Nagelsmann diese Saison nicht zur Verfügung stehen wird. Für die Zwischenzeit hätten sich sogar einige andere Trainer angeboten, auch namhafte. Nur war das nicht nach dem Geschmack von Ralf Rangnick, dem ein echter Interimstrainer wohl zu viel Umbrüche bedeutet hätte.

Teamplayer Jesse Marsch tritt als Assistent auf

„Wir haben intern diskutiert, was die beste Lösung ist. Am Ende haben wir entschieden, dass ich es mache mit einem Trainerstab an meiner Seite.“ Dazu freute sich Rangnick dann über die Unterstützung von Jesse Marsch, der für Leipzig seine Zelte in New York abbrach. Oliver Mintzlaff sah kein Problem darin, dass der neue Assistent erst mal in die zweite Reihe treten muss: „Er ist ein Teamplayer, da haben uns die Amerikaner auch etwas voraus. Deswegen sind wir Stand jetzt davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben“, so der RB-Chef.