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„Sand im Getriebe” bei Upamecano – Werner für Luhansk fraglich

Schwerfällig: Dayot Upamecano gegen Viktoria Kölns Stürmer Yves Mfumu (Foto: imago).

Schwerfällig: Dayot Upamecano gegen Viktoria Kölns Stürmer Yves Mfumu (Foto: imago).

Dayot Upamecano hat beim 3:1 (0:1)-Erfolg im DFB-Pokal beim FC Viktoria Köln sein erstes Pflichtspiel für RB Leipzig in dieser Saison bestritten. Dem bulligen Innenverteidiger war allerdings anzumerken, dass er noch nicht wieder richtig fit ist. Ein Einsatz gegen den BVB dürfte für ihn zu früh kommen. Von Ullrich Kroemer, Köln.

RB Leipzigs Innenverteidiger Dayot Upamecano wirkte gegen den Regionalligisten schwerfällig. Vor dem 0:1 ließ er sich vom Kölner Patrick Koronkiewicz auf der linken Abwehrseite durch eine Körpertäuschung regelrecht düpieren und konnte den Ex-Leipziger nicht an der Flanke zum Führungstreffer hindern (39.).

Auch Trainer Ralf Rangnick sah, dass der Franzose nach seiner Schienbeinverletzung aktuell noch weit entfernt von der Form der Vorsaison ist. „Upa ist ein lupenreiner Athletiker, es braucht ein paar Spiele bis der Sand im Getriebe durch Öl ersetzt wird. Heute hat man schon noch Sand im Getriebe bei ihm bemerkt”, kritisierte Rangnick. „Bei allem Respekt gegen Koronkiewicz, der das gut gemacht hat. Aber Upa verhält sich normalerweise gegen Topstürmer in der Bundesliga besser als er es heute gemacht hat.”

Rangnick hatte den Nachwuchsnationalspieler in der Mitteldeutschen Zeitung als „übergewichtig” bezeichnet und ihn gerügt, weil er seine Fitness-Hausaufgaben im Urlaub nicht erledigt hat. In Bezug auf Upamecano hatte Rangnick gesagt: „Es kann nicht sein, dass unser Busfahrer aktuell in besserer körperlicher Verfassung ist als einer unserer Spieler.”

Rangnick: „Letzte Möglichkeit”, um Upamecano zu testen

Der 19-Jährige war erst am Montag wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. „Das war sein erstes Saisonspiel gegen eine Profimannschaft. Aber das war heute die letzte Möglichkeit. Ich kann ihn nicht gegen Luhansk oder in Dortmund zum ersten Mal ausprobieren”, erklärte Rangick. „Deswegen haben wir uns auch entschieden, das heute zu machen.”

Gleiches gilt für Konrad Laimer, der in der Halbzeit durch Marcelo Saracchi ersetzt wurde. „Ich wollte ihn eigentlich länger spielen lassen”, sagte Rangnick. „Aber mir war klar, dass er keine 90 und erst recht nicht 120 Minuten durchhält. Deswegen habe ich mich entschieden, ihn herauszunehmen.”

Timo Werner geht es besser

Torjäger Timo Werner indes konnte wegen einer Magen-Darm-Grippe gar nicht mitwirken und war in Leipzig geblieben. Laut Rangnick hatte sich Werner in der Nacht von Freitag auf Samstag „die ganze Nacht übergeben müssen” und auch noch am Samstag Beschwerden gehabt. Am Sonntag ging es ihm wieder besser. Am Montag soll er zumindest läuferisch belastet werden und am Dienstag im Idealfall mit der Mannschaft trainieren. Gleiches gilt für Marcel Sabitzer, den Adduktorenprobleme plagen.

Mit Blick auf das Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Luhansk in der Ukraine sagte Rangnick: „Dann müssen wir sehen, ob es Sinn macht, sie gegen eine Mannschaft, die sehr körperbetont spielt, schon zu bringen.”