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„Nicht in bester Verfassung”: Rangnick kritisiert Form seiner Spieler

Lange Gesichter bei RB Leipzig: Ralf Rangnick inmitten seiner enttäuschten Spieler nach dem Remis gegen Düsseldorf (Foto: imago).

Lange Gesichter bei RB Leipzig: Ralf Rangnick inmitten seiner enttäuschten Spieler nach dem Remis gegen Düsseldorf (Foto: imago).

RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hat das „zähe” (O-Ton) 1:1-Remis (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf mit dem unzureichenden Gesamtzustand vieler Spieler erklärt. „Wir hatten ein zu großes Gefälle”, monierte Rangnick.

Ralf Rangnick: „Kannst ein Spiel wie heute auch verlieren“

Ralf Rangnick trug das ärgerliche Remis gegen den Aufsteiger und Abstiegskandidaten mit Fassung. „Wenn man die Torchancen gegeneinander abwägt, geht das Unentschieden in Ordnung. Du kannst ein Spiel wie heute auch verlieren. Aber wir haben uns mehr erhofft als nur einen Punkt”, sagte Rangnick.

Der Fußballlehrer machte den mühsam erarbeiteten Punkt – in Wahrheit eine gefühlte Niederlage – vor allem am Gegentreffer durch Matthias Zimmermann kurz nach der Pause fest (47.). „Am meisten ärgert mich das Gegentor”, kritisierte Rangnick. „Da sind wir auf der linken Seite mit drei oder vier Mann in Überzahl. Den Gegner dann trotzdem wieder herauszulassen, das hat nichts mit gutem oder aggressiven Pressing zu tun.”

Rangnick kritisiert „zu großes Leistungsgefälle” im Team

Doch Rangnick monierte neben Konkretem auch Grundsätzliches. Der 60-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass er unzufrieden mit der individuellen Form vieler Spieler ist, was natürlich die Teamleistung prägt. Was Einstellung und Moral angehe, so Rangnick, „habe ich der Mannschaft nichts vorzuwerfen”. Doch der Schwabe erkannte: „Wir hatten ein zu großes Leistungsgefälle. Einige haben richtig gut gespielt, andere sind noch lange nicht wieder dort, wo sie schonmal waren. Das macht ein Spiel wie heute auch zäh.”

Noch, so Rangnick, kann die Mannschaft die Abgänge nicht kompensieren. „Wir haben mit Keita und Lookman zwei Leistungsträger nicht mehr hier. Umso wichtiger ist es, dass die anderen in bester Verfassung sind. Das sind sie im Moment leider noch nicht”, gab Rangnick zu.

Rangnick: „Es geht nicht nur um Bruma”

Einigen wie Dayot Upamecano fehlt noch immer deutlich sichtbar die körperliche Fitness. Andere wie Bruma, den Rangnick als einzigen namentlich nannte, agieren völlig uninspiriert. Leistungsträgern wie Emil Forsberg und Timo Werner hängt die Weltmeisterschaft nach, wodurch Frische und Rhythmus fehlen. Und Marcel Sabitzer etwa war lange verletzt. „Das spürst du in einem Spiel wie heute”, sagte Rangnick. „Da geht es nicht nur um Bruma, sondern auch um andere Spieler, von denen wir wissen, was sie vor zwei Jahren schon gezeigt haben.”

Einer der wenigen Lichtblicke war Nordi Mukiele, der ein gutes Bundesligadebüt ablieferte. „Nordi Mukiele hat ein gutes Spiel gemacht, er war ein Aktivposten auf der rechten Seite”, sagte Rangnick. Auch Torhüter Peter Gulacsi, Torschütze Jean-Kévin Augustin sowie Kevin Kampl und Diego Demme absolvierten vernünftige Leistungen.

Rangnick: „Hatten uns drei Punkte vorgenommen”

Doch unterm Strich steht gemessen an den Champions-League-Ansprüchen nach zwei Spielen mit einem Punkt ein Fehlstart in diese Bundesligasaison. „Wir hatten uns drei Punkte vorgenommen”, bekannte Rangnick. „Das haben wir nicht geschafft.”

So formulierte der RB-Sportdirektor: „Wir müssen jeden Spieler verglichen mit sich selbst wieder in die richtige Verfassung bringen. Gegen Hannover müssen wir schon ein bisschen weiter sein. Mit den Spielern, die in der Abstellungsperiode da sind, müssen wir daran arbeiten.”