Seite neu laden

„Wunderbarer Mensch”: Traumtor-Schütze Cunha trifft bei Bundesliga-Startelfdebüt

Daumen hoch: Cunha blüht auch in der kalten Jahreszeit bei RB Leipzig auf (Foto: imago).

Beide Daumen hoch: Cunha blüht auch in der kalten Jahreszeit bei RB Leipzig auf (Foto: imago).

Matheus Cunha hat mit seinem Traumtor zu RB Leipzigs 3:0 bei Hertha BSC zum ersten Mal in der Bundesliga getroffen. Trainer Ralf Rangnick lobte den 20 Jahre alten Brasilianer nicht nur wegen seiner fußballerischen Qualitäten. Von Ullrich Kroemer, Berlin.

Timo Werners Ball in die gegnerische Hälfte war mehr Befreiungsschlag als Torvorlage. Doch Cunha schnappte sich den Ball, trug ihn eng am Fuß in Richtung Hertha-Tor, schüttelte drei Gegenspieler ab und schoss aus gut 20 Metern aufs Tor. Ein Traumtreffer. Besser hätte das Startelfdebüt des Brasilianers in der Bundesliga nicht verlaufen können.

Extramotivation: Rangnick lädt Cunhas Freundin ein

„Er hat einen der Spielbälle bekommen”, betonte Rangnick nach dem ersten Bundesligator seines Einkaufs vom FC Sion. Rangnick hatte eigens Cunhas Freundin ins Stadion eingeladen, um den Torjäger zusätzlich zu motivieren. „Es war für ihn ein wunderbarer Tag”, sagte der RB-Chefcoach.

Rangnick lobte: „Er hat gezeigt, was in ihm steckt. Nicht nur wegen des Tores, er hat auch sonst ein richtig gutes Spiel gemacht. Wenn er so weitermacht, dann werden wir an ihm noch viel Freude haben.” Cunha war äußerst präsent auf dem Platz, gewann viele Zweikämpfe und gab fünf Torschüsse ab. Bereits in der ersten Hälfte hätte Cunha nach Traumkombination mit Marcel Sabitzer treffen können/müssen, geriet aber beim Abschluss in Rücklage und verzog. Doch auch diese Aktion zeigte Cunhas riesiges technisches Potenzial und seine Abschlussstärke. Insgesamt eine ausgezeichnete Vorstellung des unbekümmerten 20-Jährigen.

Rangnick über Cunha: „Ein wunderbarer Mensch”

„Er ist innerhalb der Mannschaft total beliebt”, hob Rangnick hervor und schwärmte: „Er ist ein wunderbarer Mensch.”

Cunha selbst mochte seine Leistung nicht kommentieren, verwies darauf, dass er noch kein Deutsch spricht. Doch das ist wohl Understatement. Rangnick berichtete jüngst, dass Cunha auch beim Deutsch-Unterricht so gute Fortschritte mache, dass er bis Weihnachten schon Interviews auf Deutsch geben könne.

Der brasilianische U20-Nationalspieler scheint in allen Bereichen lernwillig zu sein und hat mit dieser Mentalität in Rangnick den idealen Lehrmeister. Sieht ganz so aus, als sei Cunha Rangnicks nächste Entdeckung mit jeder Menge sportlichem und finanziellem Steigerungspotenzial.