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Gegen Mainz 05: Bundesliga-Minuskulisse in der Red Bull Arena

Eine ausverkaufte Red Bull Arena gibt es in Leipzig nur noch selten zu sehen. (Foto: Imago)

Eine ausverkaufte Red Bull Arena gibt es in Leipzig nur noch selten zu sehen. (Foto: Imago)

Lediglich reichlich 30.000 Zuschauer vermeldete RB Leipzig offiziell für die Partie gegen Mainz 05. Ausgewiesen werden dabei verkaufte Tickets und nicht die real in der Red Bull Arena befindlichen Zuschauer. In der Bundesliga wird generell nicht ausgewiesen, wie viele Zuschauer trotz Dauer- oder Tageskarten ihre Plätze nicht nutzen.

So wenige Zuschauer wie im Heimspiel gegen Mainz 05 hatte RB Leipzig in der Bundesliga noch nie. Der Minusrekord lag zuvor bei knapp 32.000 Zuschauern beim Spiel gegen den 1.FC Köln Ende Februar diesen Jahres. Im ersten Bundesligajahr waren 35.700 Zuschauer der Minusrekord gewesen.

Trend in der Bundesliga bei RB Leipzig rückläufig

Die Kulisse gegen Mainz passte zum negativen Trend, der zuletzt am Donnerstag zu nicht einmal 17.000 Zuschauern beim Europa-League-Spiel gegen Rosenborg Trondheim führte. Noch weniger Zuschauer kamen mit 16.650 bisher nur zum Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Universitatea Craiova Anfang August. Es war die schwächste Kulisse seit dem Aufstieg in die Bundesliga bei einem Pflichtspiel von RB Leipzig in der Red Bull Arena überhaupt.

In der Bundesliga ist der Trend seit dem Aufstieg deutlich rückläufig. Begrüßte der Verein in der ersten Saison im Schnitt in der Bundesliga noch knapp 41.500 Besucher und meldete man elfmal ausverkauft, sank der Schnitt in der Vorsaison schon auf knapp 39.400 Zuschauer und sechs ausverkaufte Spiele.

Weniger als 37.000 Zuschauer im Schnitt in der Bundesliga in der Red Bull Arena

In der aktuellen Saison steht RB Leipzig bisher bei einem Schnitt von rund 36.700 Zuschauern. Das sind fast 5.000 weniger pro Spiel als noch in der Aufstiegssaison. Bisher waren zwei von acht Spielen ausverkauft. Auch gegen Werder Bremen erwartet der Verein zum Jahresabschluss am Samstag ein fast volles oder sogar ganz volles Stadion.

Der deutliche Rückgang in der Auslastung selbst bei Spielen mit niedrigen Eintrittspreisen wie bei der Partie gegen Mainz sind aber ein deutliches Signal in Sachen Ausbau der Red Bull Arena. Auch aufgrund steigender Baukosten hatte Oliver Mintzlaff eine Erweiterung der Kapazität der Red Bull Arena zuletzt schon verschoben.

Oliver Mintzlaff will um Zuschauer kämpfen

Es solle in einem ersten Ausbauschritt um Infrastruktur wie Zuwege, Schallschutz, Brandschutz, mehr Toiletten und Cateringkioske, sowie die ÖPNV-Anbindung. „In möglichen Bauphasen zwei und drei wird es auf dieser Grundlage dann auch möglich sein, weitere Platzkapazitäten zu schaffen”, so der Geschäftsführer von RB Leipzig. „Ob und zu welchem Zeitpunkt wir diese weiteren Schritte umsetzen, wird natürlich auch von unserer weiteren sportlichen Entwicklung abhängen.“

„Wir müssen um jeden bestehenden Zuschauer und um jeden neuen kämpfen. Es gibt sehr viele Menschen, die RB toll finden, aber bislang noch nicht im Stadion waren“, hatte Oliver Mintzlaff zuletzt auch den Kampf um neue Zuschauer als Ziel ausgegeben. Preise, Event-Kultur und Service nahm er als Verbesserungsmöglichkeiten in den Blick. Immer wieder startet RB auch überregionale Plakat- oder Marketingaktionen.

(RBlive/ mki)