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Klopp mit kleiner Keita-Kritik – So schlagen sich die RB-Abgänge

Von Moritz Schefers
Naby Keita hat zur Zeit das Nachsehen beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp. Foto: imago

Naby Keita hat zur Zeit das Nachsehen beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp. Foto: imago

Naby Keita: Noch ohne Vorlage beim FC Liverpool

Der klangvollste Name in der Reihe der Abgänge bei RB Leipzig ist Naby Keita. Als einziger wechselte der Guineer mit dem Schritt zum FC Liverpool zu einem Topclub. Jürgen Klopp ist zwar immer noch voll des Lobes über seine Qualitäten und „froh, ihn dabei zu haben“, wird der Coach der Reds bei Metro zitiert. Aber er sei aktuell nicht der Spieler, der er bei RB Leipzig war, habe etwas an Selbstbewusstsein verloren.

So ist Keitas Stern in der Premier League noch nicht wirklich aufgegangen, auch wenn er gegen Tottenham zu Saisonbeginn groß aufspielte. Weder ein Tor, noch einen Assist steuerte er bei. Zwischenzeitlich verletzte er sich und kommt bislang auf 741 Minuten in 14 Spielen, blieb aber in den vergangenen drei Partien auf der Bank.

Bernardo nutzt seine Chance bei Brighton & Hove Albion

Seinen Wechsel in die Premier League hatte sich auch Bernardo wahrscheinlich anders vorgestellt, denn nach zwölf Spieltagen standen erst zwei Einsätze zu Buche. Seine nächste Chance als Linksverteidiger wusste der Brasilianer dann aber zu nutzen. Seit dem Unentschieden gegen Leicester City spielte er neun Mal in Folge von Beginn an und erzielte sogar ein Tor.

Massimo Bruno zurück in Belgien

Seit Massimo Bruno bei RB ankam, war er eigentlich kaum in Leipzig. Kurioserweise stand er in der Vorbereitung des letzten Sommers nochmal für RB auf dem Platz und veredelte den Einsatz in der Europa League Qualifikation gegen BK Häcken mit einem Tor. Nach vier Jahren als Dauerleihspieler wechselte er schließlich zurück in die heimische Jupiler League Pro und schloss sich seinem alten Verein RSC Charleroi an. Dort darf er regelmäßig spielen und lieferte in 14 Spielen zwei Tore und drei Assists.

Dominik Kaiser und Anthony Jung bei Bröndby IF

Endlich wieder Spielpraxis wollte RB-Urgestein Dominik Kaiser unter seinem neuen alten Coach Alexander Zorniger. Und bekam sie auch seit seinem Wechsel zu Bröndby IF. Durchschnittliche 70 Minuten spielte er in insgesamt 22 Pflichtspieleinsätzen.

Sogar noch etwas häufiger stand Anthony Jung auf dem Platz. Der Linksverteidiger wechselte ebenfalls nach Dänemark, um unter Zorniger gleich eine gewichtige Rolle zu spielen. Nur ein Mal fehlte er in der Liga im Kader, bis auf ein Spiel ging es für Jung ansonsten immer über die vollen 90 Minuten.

Zsolt Kalmar wird Stammkraft in der Slowakei

Für Zsolt Kalmar, der sich schon im Januar 2017 zu Bröndby verliehen ließ, stand im Sommer 2018 der endgültige Wechsel von RB Leipzig in die slowakische erste Liga an. Bei Dunajska Streda kommt der Nationalmannschaftskollege von Péter Gulácsi und Willi Orban als Stammkraft im offensiven Mittelfeld zum Einsatz und traf in 22 Spielen bislang sechs Mal bei acht Vorlagen.

Benno Schmitz setzt sich beim FC Köln durch

Benno Schmitz musste sich nach seinem Wechsel zum FC Köln auch in der zweiten Liga erstmal hinten anstellen. Der Linksverteidiger durfte nach Einsätzen in der Regionalliga erst am zehnten Spieltag unter Markus Anfang debütieren. Seitdem ist er aber gesetzt und spielte bis auf das letzte Duell mit dem VfL Bochum regelmäßig über 90 Minuten.

Vitaly Janelt ist beim VfL Bochum glücklos

Mit etwas Glück hätte er in der Partie auf Vitaly Janelt treffen können. Das frühere RB-Talent wechselte vor der Saison in den Ruhrpott und kam unter Robin Dutt nur vier Mal als Einwechselspieler zum Einsatz.

Philipp Köhn ohne Chance bei Red Bull Salzburg

Mittlerweile wechseln Spieler auch von Leipzig nach Salzburg – so auch Torwarttalent Philipp Köhn. In Österreich muss sich der Deutsch-Schweizer aber auch hinten anstellen und darf erstmal nur beim FC Liefering zwischen den Pfosten stehen.

Felix Beiersdorf: Nur ein Kurzeinsatz beim ZFC Meuselwitz

Beim Sommer-Testspielgegner von RB Leipzig sollte es für Felix Beiersdorfer endlich wieder mehr Einsätze geben. Schließlich hatte er vor zwei Jahren für RB schon mal in der Regionalliga gespielt und erste Erfahrungen im Männerfußball gesammelt. Das Eigengewächs fand zuvor bei den Leihstationen SC Wiener Neustadt und BSG Chemie Leipzig nicht zu seinem Glück, allerdings kann er das in Meuselwitz nun auch nicht behaupten. Nur zwei Minuten Spielzeit in der Liga hat er auf seinem Konto, im Kader steht er selten.