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Stefan Kuntz sieht fehlende U23-Teams als Problem für deutschen Nachwuchs

Stefan Kuntz findet, dass die Abmeldung der U23 wie bei RB Leipzig der Nationalmannschaft nicht gut tut. Foto: imago

Stefan Kuntz findet, dass die Abmeldung der U23 wie bei RB Leipzig der Nationalmannschaft nicht gut tut. Foto: imago

Stefan Kuntz, Trainer der deutschen U21 -Nationalmannschaft, findet den Rückzug der Reservemannschaften von Bundesligisten wie RB Leipzig problematisch.

Stefan Kuntz: „Uns gehen Talente verloren“

„Uns gehen Talente verloren, weil die Förderung nach der U19 nicht mehr optimal ist. Es ist kontraproduktiv, wenn U-23-Mannschaften abgemeldet werden, während in Spanien viele Vereine eine zweite Mannschaft in dem Bereich aufmachen“, sagte Kuntz in einem Interview der «Sport Bild» (Mittwoch). Nachdem die Pflicht, eine Reservemannschaft zu unterhalten, abgeschafft wurde, hatte Ralf Rangnick die U23 zum Ende der Saison 2016/17 unter Verweis auf die Kosten und den geringen sportlichen Nutzen zurückgezogen. Auch Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt verzichteten auf ihre zweite Mannschaft.

Seitdem soll der Nachwuchs aus der U19 den Sprung in den Herrenfußball machen. Das schafften zuletzt 19 Prozent der deutschen Bundesliga-Spieler. „Wir malen keine Weltuntergangsszenarien, aber wir machen uns Gedanken um die Zukunft. Zunehmend kaufen deutsche Vereine ausländische Talente, die schneller den Sprung in die Bundesliga schaffen“, sagte Kuntz. Diesen Weg in Zukunft verstärkt zu beschreiten hatte auch der RB-Sportdirektor schon thematisiert.

(dpa|RBlive)