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Red Bull mit Ausbau des Brasilien-Engagements zur Unterstützung von RB Leipzig?

Red Bull will in Brasilien nun offenbar schneller höher hinaus. (Foto: Imago)

Red Bull will in Brasilien nun offenbar schneller höher hinaus. (Foto: Imago)

Seit 2007 bemüht sich Red Bull darum, im brasilianischen Fußball Fuß zu fassen. Trotz einiger Aufstiege ging es für den Verein aber nie höher als in die vierte landesweite Liga. Zudem spielt der Klub auch in der höchsten Gruppe der Paulistão, der Staatsmeisterschaft des Bundesstaats Sao Paolo.

Übernimmt Red Bull einen brasilianischen Zweitligisten?

Nun will der Red-Bull-Verein offenbar den Weg nach oben abkürzen. Brasilianischen Medienberichten zufolge will Red Bull mit einem Zweitligisten kooperieren oder diesen sogar übernehmen. Damit soll der Sprung in den höherklassigen Fußball Brasiliens gelingen. Damit verbunden wäre auch eine stärkere Gewichtung der Ausbildungsarbeit in Brasilien.

Als Kandidat kommt unter anderem Oeste FC in Betracht. Dessen President erklärt allerdings, dass ein erstes Angebot über kolportierte zehn Millionen Euro abgelehnt wurde. Die Gespräche gehen dem Bericht zufolge weiter. Spielen soll die Red-Bull-Kooperation mit Oeste dann in Judiai in der Nähe der derzeit in Jarinu beheimateten Red-Bull-Facilities, wo man hofft die Anlagen des FC Paulista nutzen zu können. Nebenbei würde Red Bull den örtlichen Viertligisten unterstützen.

Dessen Präsident erklärt, dass es in den Verträgen allerdings erst um eine Partnerschaft ab 2020 geht. „Es ist schwierig eine Genehmigung zu bekommen, weil es eine ausländische Firma ist. Aber alles ist gut. Wir werden die Paulistão und die zweite Liga in Jundiai sehen und eine für alle Seiten gute Partnerschaft haben“, so Pepe Verdugo hoffnungsvoll.

Ralf Rangnick will stärkere Vernetzung mit Brasilien und New York

Mit CA Bragantino gebe es neben Oeste FC noch einen weiteren Zweitligisten, der als Kooperationspartner von Red Bull in Frage kommen würde. Deren Coach erklärt mit Verweis auf den Präsidenten aber, dass ein solches Geschäft wegen dessen Bekenntnis zu Stadt und seiner Familie für diesen nicht in Frage käme. „Der Präsident hat versichert, dass er den Klub nicht verkaufen wird. Warten wir es ab. Ich hoffe, die Nachricht ist eine Lüge, weil wir ansonsten unseren Job verlieren würden.“

Aktuell liegt Red Bull Brasil in der Staatsmeisterschaft von Sao Paolo auf einem sehr guten zweiten Platz hinter dem Erstligisten FC Santos. Ralf Rangnick hatte zuletzt dass Ziel ausgerufen, „in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass sich an Standorten wie New York oder Brasilien mehr Spieler entwickeln, die für uns als Verstärkungen infrage kommen“. Eine Übernahme eines brasilianischen Zweitligisten könnte Teil dieses Vorhabens sein. Bernardo war bisher der einzige Red-Bull-Brasil-Spieler, der über Salzburg den Sprung nach Leipzig schaffte. Im vergangenen Sommer wechselte er für zehn Millionen Euro in die Premier League.

UEFA reguliert Austausch mit Red Bull Brasil und New York nicht

Als Möglichkeit steht dabei auch im Raum, dass sich Rangnick künftig verstärkt persönlich um die Vernetzung mit Brasilien und New York kümmern könnte. Bisher hatte sich Oliver Mintzlaff hauptsächlich um diesen Bereich gekümmert. Carolin Dietrich war im direkten Geschäftsbereich von Oliver Mintzlaff als „Leiterin Internationalisierung“ zuletzt ebenfalls in diese Aufgaben eingebunden.

Im Gegensatz zu Salzburg gibt es keine Regularien seitens der UEFA, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den stark von Red Bull finanzierten Klubs in Brasilien, den USA und Deutschland untersagt. Aufgrund von Verbandsregularien hatte Red Bull seinen Einfluss in Salzburg und sein finanzielles Engagement zurückfahren müssen, damit beide Vereine im Europapokal starten können. Die Klub beteuern seitdem, dass man voneinander entflochten ist und unabhängig voneinander Entscheidungen trifft.

(RBlive/ mki)