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Berufung ins Nationalteam: Klostermann musste zurückrufen – Rangnick zählt nach

Beim DFB kein Unbekannter: Lukas Klostermann. Foto: imago

Der Anruf des Bundestrainers bei Debütanten gehört mittlerweile zur Nominierungsfolklore rund um die A-Nationalmannschaft. Im Fall von Lukas Klostermann, der an diesem Freitag zum ersten Mal berufen wurde, lief das Telefonat aber in die andere Richtung. Klostermann musste Joachim Löw zurückrufen.

Wie der 22-Jährige nach dem 1:0 auf Schalke erzählte, habe ihn Löw während des Trainings angerufen. Die unbekannte Nummer habe er dann angewählt. Löw am Apparat! Klostermann, eigentlich Kapitän der deutschen U-21, war überrascht. „Damit habe ich nicht gerechnet, deshalb freut es mich umso mehr.“

Lukas Klostermann: „Gas geben und genießen”

Klostermann hat nach eigener Aussage aber noch keine Zeit gehabt, dieses Telefonat zu verarbeiten. Mit der Nominierung ist er am vorläufigen Endpunkt seiner DFB-Karriere angekommen. Der Leipziger Rechtsverteidiger, der in der U-21 oft in der Innenverteidigung spielt, ist seit der U-17 dabei und gewann mit der Olympiaauswahl bei den Spielen in Rio 2016 Silber. Dass Klostermann gegen Serbien und die Niederlande zum Einsatz kommt, ist eher unwahrscheinlich. Er will aber „Gas geben und das Ganze genießen“.

Seinen Trainer freut’s. Ralf Rangnick sagte in Gelsenkirchen: „Ich bin in ständigem Austausch mit Stefan Kuntz (U-21-Trainer, Anm. Red.), er hatte sowas angedeutet. Deshalb bin ich nicht ganz so überrascht. Und wenn dann freudig.“

Rangnick stolz: „Wir haben jetzt drei Nationalspieler, Dortmund einen, Bayern fünf”

Rangnick ließ es sich nicht nehmen, die Nominierung auch mit sich in Verbindung zu bringen. „Wir haben jetzt drei deutsche A-Nationalspieler, Dortmund einen, die Bayern fünf. Das sagt einiges aus. Das ist die Folge der Entwicklung, die die Mannschaft in dieser Saison genommen hat. Er hat es absolut verdient, er hat auch heute wieder gut gespielt.“ (RBlive/mhe)