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CA Bragantino als neue Red-Bull-„Abteilung“?

Red Bull will in Brasilien nun schneller höher hinaus. (Foto: Imago)

Red Bull will in Brasilien nun schneller höher hinaus. (Foto: Imago)

Die Übernahme eines brasilianischen Zweitligisten durch Red Bull rückt näher. Bereits vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass der Hauptgeldgeber und Hauptanteilseigner von RB Leipzig sein Engagement in Brasilien ausweiten will und dafür einen Zweitligisten sucht. Mit dem bisherigen Klub Red Bull Brasil war man zuvor nicht über die vierte Liga hinausgekommen.

Wie der Präsident von CA Bragantino bestätigt, verhandle man mit Red Bull über ein Investment. Wenn die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, wäre der Verein „mehr oder weniger eine Abteilung eines Unternehmens“, so Marquinhos Chedid laut uol.com. „Bragantino steht vor der Entscheidung, ob es ein kleiner Klub wird und vielleicht völlig verschwindet oder ob es ein großer Verein wird. Die Chance, die wir haben, ist einmalig.“

RB Bragantino nach dem Vorbild von RB Leipzig

Teil der Vereinbarung, die mit einer Investition von zehn Millionen Euro verbunden sein soll, wäre die Möglichkeit, den Vereinsnamen zu ändern und wären Veränderungen am Stadium und der Bau eines Trainingszentrums. „Ich sehe kein Problem darin, dass der Klub RB Bragantino heißen könnte“, nimmt Chedid die mögliche Namensänderunge locker.

Bis Ende März/ Anfang April soll die Vereinbarung zwischen Bragantino und Red Bull getroffen sein. Eine endgültige Entscheidung von Red Bull über die Investition steht allerdings noch aus. Braganca Paulisto, wo Bragantino die Heimspiele austrägt, liegt rund 40 Kilometer nordöstlich der bisherigen Red-Bull-Akademie und rund 70 Kilometer östlich des bisherigen Red-Bull-Spielorts Campinas.

UEFA reguliert Austausch mit Red Bull Brasil und New York nicht

Red Bull Brasil hatte zuletzt in der Gruppenphase der Staatsmeisterschaft von Sao Paolo den ersten Platz vor dem Erstligisten FC Santos belegt. Im Viertelfinal-Hinspiel beim Erstligisten verlor man nun mit 0:2. Ralf Rangnick hatte zuletzt dass Ziel ausgerufen, „in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass sich an Standorten wie New York oder Brasilien mehr Spieler entwickeln, die für uns als Verstärkungen infrage kommen“. Eine Übernahme eines brasilianischen Zweitligisten könnte Teil dieses Vorhabens sein. Bernardo war bisher der einzige Red-Bull-Brasil-Spieler, der über Salzburg den Sprung nach Leipzig schaffte. Im vergangenen Sommer wechselte er für zehn Millionen Euro in die Premier League.

Als Möglichkeit steht dabei auch im Raum, dass sich Rangnick künftig verstärkt persönlich um die Vernetzung mit Brasilien und New York kümmern könnte. Bisher hatte sich Oliver Mintzlaff hauptsächlich um diesen Bereich gekümmert. Carolin Dietrich war im direkten Geschäftsbereich von Oliver Mintzlaff als „Leiterin Internationalisierung“ zuletzt ebenfalls in diese Aufgaben eingebunden.

Im Gegensatz zu Salzburg gibt es keine Regularien seitens der UEFA, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den stark von Red Bull finanzierten Klubs in Brasilien, den USA und Deutschland untersagt. Aufgrund von Verbandsregularien hatte Red Bull seinen Einfluss in Salzburg und sein finanzielles Engagement zurückfahren müssen, damit beide Vereine im Europapokal starten können. Die Klub beteuern seitdem, dass man voneinander entflochten ist und unabhängig voneinander Entscheidungen trifft.

(RBlive/ mki)