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Ralf Rangnick: Kaderveränderungen auf „maximal drei oder vier Positionen“

Über den Sturm könnte sich Ralf Rangnick bei RB Leipzig für die kommende Saison die meisten Gedanken machen müssen. (imago/ Christian Schroedter)

Über den Sturm könnte sich Ralf Rangnick bei RB Leipzig für die kommende Saison die meisten Gedanken machen müssen. (imago/ Christian Schroedter)

Noch sind für RB Leipzig zwischen acht und zehn Spiele in dieser Saison zu absolvieren. Im Hintergrund läuft trotzdem bereits die Planung für die kommende Spielzeit. „Wir stehen vor keinem großen Umbruch und stehen nicht vor etlichen Transfers“, hatte Oliver Mintzlaff am Rande Mitgliederversammlung erklärt.

Ralf Rangnick plant mit Julian Nagelsmann RB-Kader – Drei bis vier weitere Neuzugänge

Auch Ralf Rangnick erklärte bei Sky, dass die Mannschaft zu großen Teilen bereits steht. „Wir werden auf maximal drei oder vier Positionen was machen müssen“, präzisiert er die Aussagen von Geschäftsführer Mintzlaff. Für diese Positionen habe man auch schon Spieler im Auge. Die Planungen laufen unabhängig davon, ob RB Leipzig nächste Saison Europa League oder Champions League spielt. Das Erreichen der Königsklasse sei aber das Ziel und würde den Verein auch auf dem Transfermarkt attraktiver machen.

In die Planungen für die kommende Saison ist auch Julian Nagelsmann eingebunden, allerdings nur „wenn wir über konkrete Namen sprechen. Der Austausch findet statt, aber wir telefonieren nicht jede Woche und sprechen über neue Spieler.“ Der künftige RB-Coach habe schließlich selber noch sieben wichtige Spiele mit Hoffenheim zu bestreiten.

Timo Werner bereits mit den Bayern einig?

RB Leipzig hat zur neuen Saison mit Hannes Wolf und Luan Candido bereits zwei Neuzugänge verpflichtet. Bezüglich Emile Smith Rowe wollte Ralf Rangnick im April mit dem FC Arsenal über eine mögliche Verlängerung der Leihe um ein weiteres Jahr sprechen.

Wenn zusätzlich zu Candido und Wolf noch drei bis vier weitere Spiele verpflichtet werden sollen, werden auf der anderen Seite Spieler den Verein verlassen oder verlassen müssen. Vor allem Timo Werner ist ein immer wieder genannter Kandidat. Nach Ansicht von Sky wird der nicht nur seinen Vertrag in Leipzig nicht verlängern, sondern ist sich auch schon mit dem FC Bayern München einig. Dann wäre nur noch die Frage der Ablöse zu klären. Ralf Rangnick wollte entsprechende Meldungen nicht bestätigen und verschob das Thema auf die Sommerpause. Lediglich der sportliche Zustand Werners interessiere ihn derzeit und mit dem zeigte sich der RB-Trainer nach der Partie gegen Hertha überaus zufrieden.

Wechselkandidaten bei RB Leipzig

Abgangskandidat ist auch Stefan Ilsanker, dessen Vertrag in Leipzig 2020 ausläuft und der in der Vergangenheit die Premier League in England als weiteres Karriereziel angab. Einen neuen Verein kann sich zudem Atinc Nukan suchen, der wie Ilsanker noch bis 2020 bei RB unter Vertrag steht, aber keine Chancen auf Einsätze hat. Auf der Torhüterposition deutet sich zumindest eine Leihe von Yvon Mvogo an.

Unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten dürften auch Nordi Mukiele, Marcelo Saracchi, Bruma und Jean-Kevin Augustin sein. Nordi Mukiele könnte unter Nagelsmann allerdings gute Einsatzchancen haben, falls der seine Dreierkette aus Hoffenheim als taktisches Element mitbringt. Marcelo Saracchi könnte mit seiner dynamischen Art als Linksverteidiger vor einer Dreierkette auch noch mal mehr Chancen bekommen.

Interesse an Bruma aus der Türkei?

Unbefriedigend ist vor allem die gegenwärtige Situation von Jean-Kevin Augustin. Als Stürmer Nummer 4 ist er verschenkt. Entsprechend wäre ein Wechsel im Sommer bei passender Ablöse denkbar. Falls Timo Werner RB im Sommer verlässt, würden dann allerdings gleich zwei Stürmer den Verein verlassen. Das könnte für die Kaderplanung zu viel sein.

Unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten war Bruma schon im vergangenen Herbst. Seit der Winterpause kam er auch wegen Verletzungen in drei von elf Spielen als Einwechsler zum Zuge. Mit dieser Bilanz dürfte der Portugiese nicht zufrieden sein. In der Türkei wird bereits spekuliert, dass Fenerbahce ein Auge auf Bruma geworfen hat. Allerdings ist unwahrscheinlich, dass der Klub aus Istanbul die finanziellen Mittel hätte, einen Bruma-Transfer zu stemmen.

(RBlive/ mki)