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Siegtorschütze Halstenberg: „Hau‘ ihn einfach rein!“

Siegtorschütze Halstenberg. Foto: Imago/Picture Point LE

Mann des Spiels am Dienstagabend in Augsburg bei einem Pokalfight wie aus dem Lehrbuch, den RB Leipzig 2:1 nach Verlängerung mit einem Handelfmeter in der letzten Minute für sich entschied: war der Pokal. Aber dahinter kam gleich Marcel Halstenberg, der den Strafstoß mit kaltem Herz und einem wuchtigen Schuss unters Tordach verwandelte. So hat er ihn erlebt:

Was ging Ihnen beim Elfmeter durch den Kopf?
Marcel Halstenberg: „Dass ich ihn reinhaue und zur Eckfahne laufe.“

Es war die Ecke gegenüber der Leipziger Fantribüne. Ein Irrtum?
„Ich wusste, dass unsere Mannschaft auf der rechten Seite ist und ich wollte nicht, dass sie quer über den Platz laufen muss.“

„Wir hatten Glück mit dem Elfmeter“

Es hat in dieser Ecke Becher gehagelt und Bier geregnet.
„Ach, man kriegt das gar nicht so mit. Man jubelt und schaltet alles andere aus.“

Ihr schönster Treffer für RB bislang?
„Das kann man so sagen.“

Sie hatten Probleme, sich das Trikot über den Kopf zu ziehen. Was war da los?
(lacht) „Ich bin relativ breit. Nein, Spaß, die Trikots sind relativ eng und es war am Ende ziemlich schwitzig.“

Der Ausgleich für den FCA fiel in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit. Was ist Ihnen danach durch den Kopf gegangen?
„Ich habe mich sehr geärgert. Aber wir haben in den 30 Minuten danach voll auf Tor gespielt und hatten Glück, dass wir den Elfmeter bekommen.“

Nach dem Elfer-Pfiff lief Willi Orban zum Ball. Wie haben Sie ihn dazu bewogen, ihn wieder herzugeben?
„Willi war gar nicht das Problem. Ich hatte eine kurze Unterredung mit Yussi (Poulsen, Anm. Red.). Der hat aber zu mir gesagt: Hau‘ ihn einfach rein! Das habe ich gemacht.“

Der FCA liegt Ihnen eigentlich nicht, in dieser Saison gingen beide Spiele 0:0 aus. Was hat heute den Unterschied gemacht?
(lacht) „Dass wir 120 Minuten gespielt haben. Wir wollten hinten raus unbedingt gewinnen.“

(RBlive/mhe/aufgezeichnet in der Mixed Zone)