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Jesse Marsch als Salzburg-Kandidat: Bedenken wegen zu viel Leipzig-Nähe?

Wird Jesse Marsch wegen zu viel Nähe zu RB Leipzig kein Salzburg-Coach? (Foto: imago images / Jan Huebner)

Wird Jesse Marsch wegen zu viel Nähe zu RB Leipzig kein Salzburg-Coach? (Foto: imago images / Jan Huebner)

„Das ist eine Entscheidung, die man in Salzburg treffen muss. Da haben wir keinen Anteil“, hatte Ralf Rangnick kürzlich zu Gerüchten um einen Wechsel von Jesse Marsch erklärt. Der Leipziger Co-Trainer ist im Gespräch, in Österreich Nachfolger von Marco Rose zu werden, der im Sommer nach Mönchengladbach wechselt.

In Salzburg ist man von Jesse Marsch allerdings nicht zu 100% überzeugt, wie der Kurier berichtet. Demnach gebe es beim Klub Bedenken, dass es „kein gutes Bild abgeben“ würde, wenn ein Rangnick-Vertrauter den Salzburger Klub übernehmen würde. Laut Krone würde sich gegen den Rangnick-Einfluss in Salzburg „innerhalb des Red-Bull-Netzwerkes erstmals Widerstand regen“. Daran könnte auch eine Verpflichtung von Marsch scheitern.

Bleibt Jesse Marsch bei RB Leipzig oder nicht?

An den fachlichen Qualitäten des ehemaligen Trainers der New York Red Bulls gibt es wenig Zweifel. „Ich bin froh, dass ich Jesse Marsch in meinem Team habe“, erklärte Ralf Rangnick zuletzt. „Es macht gerade irre Spaß, auch wegen der Ergebnisse. Da hat er einen großen Anteil. Er war vorher Cheftrainer, natürlich traue ich ihm das auch in Deutschland oder Österreich zu.“

Oliver Mintzlaff hatte in Bezug auf Jesse Marsch vor knapp zwei Wochen von einem „phantastischen Trainer und phantastischen Menschen“ gesprochen. Der Geschäftsführer von RB Leipzig war sich sicher, dass Marsch auch nächste Saison bei seinem Klub bleiben werde. Nur über die genaue Funktion und Rolle müsse noch gesprochen werden.

Jesse Marsch will perspektivisch Cheftrainer in Europa werden

Im Interview mit RBlive hatte Jesse Marsch kürzlich seine Ambitionen auf einen Posten als Cheftrainer in Europa unterstrichen, gleichzeitig aber auch betont, dass das nicht sofort passieren müsse: „Die Idee, nach Europa zu kommen, war, als Cheftrainer zu arbeiten. Ich habe die Sprache ganz gut gelernt und meine Fachkenntnisse erweitert. Die Schlüsselfrage aber ist für mich: Ist die Situation richtig? Sind da Menschen, die denken wie du und deine Vorstellungen teilen? Nur dann kann in meinen Augen jeder aufblühen. Ich habe keine große Eile.“

Im letzten Sommer hatte Jesse Marsch vor seinem Wechsel nach Leipzig noch von den Möglichkeiten geschwärmt, die Red Bull bieten würde. „“Mit Red Bull verbunden zu sein, ist phänomenal für mich. Es wäre großartig, wenn ich auf irgendeinem Weg Teil der Red-Bull-Landschaft in Salzburg oder Leipzig werden könnte.“

Salzburg und Leipzig sind seit einer UEFA-Entscheidung 2017 formal unabhängig voneinander. Red Bull hat im Zuge dieser Entflechtung seine finanzielle Unterstützung in Salzburg deutlich zurückfahren müssen. Beim FC Red Bull Salzburg hat man sich öffentlich noch nicht zu konkreten Kandidaten für die Rose-Nachfolge geäußert. Die entsprechenden Gespräche stünden in den kommenden Wochen erst an.

(RBlive/ mki)