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Von Augustin bis Saracchi: Wer bleibt bei RB Leipzig?

Jean-Kevin Augustin trainiert hart. Für RB Leipzig? Foto: instagram.com

Jean-Kevin Augustin trainiert hart. Für RB Leipzig? Foto: instagram.com

Der Transfermarkt hat im Sommer 2019 neben den bereits feststehenden Zugängen für RBL bislang wenig Positives gebracht. Einige Spieler könnten noch gehen. Dabei geht es in erster Linie um Jean-Kevin Augustin (sechs Einsätze in der Rückrunde), Yvon Mvogo (ein Einsatz), Marcelo Saracchi (ein Einsatz) und Stefan Ilsanker (sechs Einsätze). Marius Müller ist nach den Aussagen von Ralf Rangnick eigentlich schon so gut wie weg.

Am Freitag startet RB mit den obligatorischen Laktattests in die Vorbereitung, bei denen nach aktuellem Stand alle dabei sind. Bis auf Saracchi, der aufgrund der Länderspielreise vermutlich verspätet einsteigt.

Jean-Kevin Augustin: Neustart bei RB?

Wenn man nach dem Trainingspensum urteilt, das Jean-Kevin Augustin momentan vor der Vorbereitung absolviert, ist keiner motivierter als der extrovertierte Franzose. In Interviews hatte er bereits zugegeben, dass er in seiner Zeit bei RB Leipzig „große Fehler“ gemacht habe. Jetzt soll bei ihm die Wende kommen, das könnte aber auch bei einem neuen Verein passieren.

Jean-Kevin Augustin verausgabt sich täglich auf Instagram. Screenshot: instagram.com

Jean-Kevin Augustin verausgabt sich täglich auf Instagram. Screenshot: instagram.com

Gegen einen Wechsel spricht, dass es keine ernsthaften Interessenten gibt. Dafür hat er sich weder mit Leistung, noch mit seinem Verhalten abseits des Platzes großartig beworben. Unter Julian Nagelsmann könnte er als technisch versierte Variante eines Yussuf Poulsen noch mehr zu den Ballbesitzmomenten passen, sofern er auch die Defensivarbeit so diszipliniert verfolgt wie aktuell seine Crunches.

Nordi Mukiele, der ebenfalls viel Privattraining öffentlich macht und hier gemeinsam mit Augustin in Paris zu sehen ist, war schon im Verlauf der Rückrunde besser integriert. Seine verbesserten Leistungen hatte auch Rangnick zur Kenntnis genommen.

Marcelo Saracchi muss aus der Reserve kommen

Auch Marcelo Saracchi war unter Ralf Rangnick in Ungnade gefallen, weil er sich im Training hängen ließ und den Frust über seine Nichtberücksichtigung in seine Leistung einfließen ließ. Bei Julian Nagelsmann werden die Karten neu gemischt. Auf der linken Seite wird die Luft allerdings mit Marcel Halstenberg, und dem noch flexibler einsetzbaren Luan Candido dünner. Der könnte aber auch als Backup weiter vorn wirken, wo Stand heute nach dem Ausfall von Hannes Wolf und dem Weggang von Bruma nominell nur noch Emil Forsberg positioniert ist. Weitere Nezugänge werden aber erwartet. Deprimierend war seine Ausbeute bei der Copa, außerdem wirkte er im Teamverbund zuletzt eher zurückgezogen.

Yvon Mvogo zögert bei FCA-Angebot

Eigentlich könnte es hinter Péter Gulacsi ein echtes Torwart-Beben geben. Julian Krahl ist bereits weg, Müller und Mvogo dürfen aufgrund von zu wenig Spielpraxis gehen. Der Schweizer, der sich auch in der Nationalmannschaft zeigen durfte, wartet aber anscheinend noch ab. Denn RB spielt erneute international und dort hatte Mvogo im letzten Jahr seine Einsätze. Ob Péter Gulacsi, in der letzten Saison einer der besten Keeper Europas, unter Julian Nagelsmann und in der Champions League wieder ins zweite Glied treten soll, ist aber längst nicht gesichert. Eine Leihe wäre am wahrscheinlichsten.

Will Stefan Ilsanker nochmal richtig angreifen?

Der Österreicher gehört zu den Stützen des Teams, zumindest was sein Standing in der Mannschaft angeht. Er spielt seit vier Jahren in Leipzig und hat sich bislang als harter Defensivarbeiter hervorgetan, der sich für keine Aufgaben zu schade ist. Seine fußballerischen Qualitäten verschaffen ihm im Vergleich mit Spieler wie Adams, Kampl oder Konaté keinen Vorteil, deswegen ließ er sich in der letzten Saison auch auf die Rolle als Sicherheits-Multitool ein.

Seine taktische Flexibilität wäre auch unter dem künftigen Trainer sein großes Plus. Auch hier gilt aber: Er ist ein Rangnick-Transfer und könnte insbesondere im Spiel von Julian Nagelsmann noch weniger als Anspielstation gelten. Mit einer Auslandserfahrung liebäugelt der 30-Jährige zudem generell schon lange.

(msc)