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Augustin spricht über seinen Neustart: „Man will raus aus dieser Scheiße”

Jean-Kévin Augustin (Foto: imago/Picture Point LE).

Jean-Kévin Augustin (Foto: imago/Picture Point LE).

Jean-Kévin Augustin hat nachgedacht. Und gehandelt. Der französische Stürmer geht mit komplett neuer Einstellung in sein drittes Vertragsjahr bei RB Leipzig. Seine letzte Chance, sich bei Rasenballsport durchzusetzen. Darüber hat er mit der Bild-Zeitung (Bezahlschranke) nun ein sehr offenes Interview geführt. Das erste große Gespräch mit einem deutschen Medium seit den Undiszipliniertheiten rund um das Euro-League-Spiel gegen Salzburg im vergangenen September.

Jean-Kevin Augustin: „Ich hattes es schleifen lassen”

Um wieder ernst genommen zu werden, hat „Jika” vieles verändert. Allen voran seine Einstellung, also seine Arbeitsauffassung. Das betrifft zunächst einmal seinen Körper. „Es war ganz einfach so, dass ich nicht fit genug war, um mitzuhalten. Ich hatte es schleifen lassen”, berichtet Augustin. Er habe „etwas zugenommen”. Nach Saisonende war ihm klar: „So brauche ich nicht wieder zu kommen. Deswegen habe ich mir gesagt: Ich muss etwas für mich, für meine Zukunft und für den Verein tun. Im ersten Training habe ich gleich gemerkt, dass ich wieder eine andere Präsenz habe.“

 

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Augustin: „Ich hatte den Anschluss verloren”

Augustin besann sich und arbeitete in der Sommerpause in Trainingscamps hart an sich und seinem Körper. Warum er das nicht eher gemacht hat? „Weil ich nicht professionell war und dachte, es geht alles von alleine, hatte ich diesen Negativlauf. Man will raus aus dieser, auf gut Deutsch, ‚Scheiße‘, aber das geht dann manchmal eben nicht so einfach.” Augustin kann heute reuig sagen: „Ich hatte den Anschluss verloren. Mein Selbstvertrauen war am Boden. Ich wusste, wenn ich spiele, bin ich nicht gut. Ich bin froh, dass die Saison abgehakt ist.”

Ein Wechsel sei keine Option gewesen. „Das hätte ja nur bedeutet, ich laufe vor meiner Verantwortung weg. Das wäre nicht das Richtige gewesen. Ich kann nicht jedes Mal den Verein wechseln, wenn es nicht läuft.” Nun wolle er nicht nur sich selbst helfen, sondern auch RB Leipzig sowie den Leuten, „die Vertrauen in mich haben”. Heißt: Sich endlich komplett in der Bundesliga durchzusetzen und regelmäßig für RB Leipzig aufzulaufen. In der französischen U21-Nationalmannschaft hatte Augustin bereits im Mai einen Neuanfang gestartet.

Augustin über Tochter Lyna: „Sie hat mich sehr verändert”

Für den neuen Abschnitt holt sich der 22-Jährige auch Rat von einem neuen Berater: Meissa N’diaye, der auch Nordi Mukiele betreut. Zu seinem Reifeprozess hat auch beigetragen, dass Augustin ganz unbemerkt Vater geworden ist. Das machte er jüngst öffentlich, als er ein Foto mit seiner einjährigen Tochter Lyna veröfentlichte. „Sie hat mich sehr verändert”, sagt er. „Seit die Kleine da ist, habe ich viel mehr Verantwortung. Dadurch bin ich auch als Mensch gewachsen.“ (RBlive/ukr)

 

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Welcome to the family my princesse Lyna ♥️ #Team29 #OneLove

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