Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Erneuter Zuschauerausschluss RB Leipzig befürchtet "sportlichen Wettbewerbsnachteil"

RB Leipzig wird wieder ohne Zuschauer auskommen müssen.

RB Leipzig wird wieder ohne Zuschauer auskommen müssen.

Geisterspiele bei den Profis, Saisonunterbrechung bei den Amateuren - der Sport in Sachsen wurde erneut ausgebremst. Der Landessportbund Sachsen (LSB) sieht das Überleben der Vereine gefährdet. Vereinsfunktionäre kritisieren die ablehnende Haltung der Politik bei Lösungsgangebote.

"Vollbremsung gefährdet Überleben der Vereine"

Die vierte Corona-Welle hat auch den Sport in Sachsen hart getroffen. Der Freistaat ist seit Tagen bundesweiter Hotspot. Die Regierung hat eine Corona-Notfallverordnung erlassen. Somit sind Zuschauern grundsätzlich ausgeschlossen. Christian Dahms kritisierte als Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen den erneuten Lockdown im Freistaat. „Der erneute ‚Lockdown‘ und damit verbunden der Stillstand des organisierten Sports in Sachsen ist ein herber Schlag für das gesamte System und führt es an seine Grenzen“, sagte Dahms der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag) und betonte: „Die ganzheitliche Vollbremsung für das aktive Sportgeschehen samt Einstellung des regulären Spiel- und Wettkampfgeschehens gefährdet das grundsätzliche Überleben vieler sächsischer Vereine und Verbände.“

RB Leipzig beklagt Wettbewerbsnachteil

Sachsen will ab Montag angesichts rasant steigender Corona-Zahlen wieder Zuschauer im Profisport untersagen. Profisport bleibt erlaubt, die Sportler müssen jedoch einen 3G-Nachweis haben. Vizemeister RB Leipzig spielt somit am 28. November gegen Bayer Leverkusen und am 11. Dezember daheim gegen Borussia Mönchengladbach ohne Zuschauer. In der Champions League gegen Manchester City am 7. Dezember bleiben die Fans auch draußen. Der Fußball-Bundesligist befürchtet aufgrund nun erhebliche Nachteile. "Wir müssen erneut ohne Fans in der heimischen Red Bull Arena spielen, nachdem wir so sehr gehofft hatten, das hinter uns lassen zu können. Dazu kommt der sportliche Wettbewerbsnachteil, da wir derzeit der einzige Erstligist sind, der seine kommenden Heimspiele vor leerer Kulisse austragen muss", teilte RB auf dpa-Anfrage mit.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke merkte an, Fußball sei ein Freiluftsport. Er befürworte, dass die Liga bei einer lokalen Regelung bleibe. "Ich bin schon der Meinung, dass wir uns nicht in Kollektiv-Haftung mit anderen Regionen nehmen lassen dürfen, die sich weniger haben impfen lassen und deshalb ganz andere Zahlen haben."

Leipzig kritisiert die Politik

RB übte bereits Kritik an die Politik: "Kein Verständnis haben wir aber dafür, dass es die sächsische Regierung überhaupt zu dieser Situation hat kommen lassen – die höchste Infektionsrate aller Bundesländer einhergehend mit der niedrigsten Impfquote ist ein Beleg dafür, dass die Politik es in Sachsen bislang nicht geschafft hat, tragfähige Konzepte umzusetzen, um die Pandemie wirksam einzudämmen", hieß es nach der Ankündigung der neuen Maßnahmen. Jesse Marsch hatte nach dem 0:2 in Hoffenheim, das vor ausverkauften Rängen stattfand, bescheidenere Worte gefunden.  "Natürlich sind wir enttäuscht, aber die Situation in der Gesellschaft ist wichtiger jetzt als das, was im Stadion passiert", sagte der RB- Trainer.

(dpa)