Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von RBLive steht zur Verfügung:  ↻ Aktualisieren

"Mit diesem Virus ist nicht zu spaßen" Erster an Covid-19 erkrankter Profi berichtet

Paderborns Luca Kilian: "Ich lag fünf Tage flach"

Paderborns Luca Kilian: "Ich lag fünf Tage flach"

Paderborns postiv auf das neuartige Coronavirus getester Verteidiger Luca Kilian erholt sich aktuell bei seinen Eltern von seiner Erkrankung. Als es ihm noch einigermaßen gut ging, sei er zu seinem Vater und seiner Mutter nach Dortmund gefahren, sagte der 20-Jährige in einem Interview der "Heilbronner Stimme". "Seitdem liege ich in meinem alten Kinderzimmer in Quarantäne. Meine Mutter ist Krankenschwester, achtet sehr auf Hygiene und ich werde bestens versorgt."

Auf dem Weg der Besserung

Kilian war am 13. März positiv auf das Virus getestet worden. Er war damit der erste Bundesliga-Profi bei dem der Erreger nachgewiesen wurde. "Ich weiß auch nicht, wo ich mich angesteckt habe", sagte der Bundesliga-Fußballer. "Vor rund zwei Jahren hatte mich eine Grippe mal heftig erwischt. Und vor zwei, drei Monaten hatte ich mir einen Infekt eingefangen. Aber dieses Virus war noch einmal fünf Nummern heftiger als eine normale Grippe." Er habe fünf Tage "komplett flach gelegen", berichtete Kilian und räumte mit einem Mythos der Corona-Pandemie auf. "Ich bin ein Beispiel dafür, dass es auch jüngere Menschen hart erwischen kann. Mit diesem Virus ist nicht zu spaßen."

Mittlerweile gehe es ihm aber besser. "Es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis ich wieder im Vollbesitz meiner Kräfte bin", sagte Kilian, der mit seiner Erkrankung auch seinen Arbeitgeber unfreiwillig in eine Ausnahmesituation brachte. Sportgeschäftsführer Martin Przondziono erzählte der Süddeutschen Zeitung von den Geschehnissen vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, als es Trainer Steffen Baumgart schlecht ging. "Da kamen wir natürlich auf die Thematik: Corona. Wir dachten: Jetzt warten wir mal ab über Nacht. Er hat dann Fieber bekommen, dann nahm alles seinen Lauf." Der Tag sei ihm vorgekommen "wie im Thriller".

Die Machenerie setzte sich in Gang

Dem Test des Trainers am Freitagvormittag sei "eine Odyssee" vorangegangen, erzählte Przondziono: "Ich habe bestimmt hundert Telefonate geführt. Wir haben einen Krisenstab eingerichtet. Die Spieler standen mit großen Augen vor uns. Sie hatten Angst, dass wir zwei Wochen in Düsseldorf im Hotel bleiben müssen. Das hat sich dann zum Glück mit dem negativen Test des Trainers ein bisschen beruhigt. Aber es war immer noch nicht klar, ob wir spielen oder nicht."

Przondziono berichtet, dass sie angenommen hätten, "okay, das Spiel ist abgesagt, der Trainer ist fit. Und dann kam im Auto auf der Heimfahrt kurz vor Paderborn der Anruf vom Arzt bei mir: Luca Kilian ist positiv getestet worden. Als die Mannschaft in Paderborn eintraf, hat sich die Maschinerie erst in Gang gesetzt: Einsetzung eines Krisenstabs, Anrufe bei allen Mitarbeitern, Telefonate mit dem Gesundheitsamt. Bis spät in die Nacht saßen wir im Büro und haben versucht herauszufinden, wer in den letzten zehn Tagen Kontakt zu Luca hatte." In der Folge mussten 45 Mitarbeiter und Spieler in Quarantäne. (RBlive/dpa/mhe)

Das könnte Dich auch interessieren