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RB ab heute in Quasi-Quarantäne Reha-Experte: Corona-Symptome werden verharmlost

Dürfen sich ab Dienstag nur noch im Klub und zu Hause aufhalten: Profis von RB Leipzig beim Training am Cottaweg.

Dürfen sich ab Dienstag nur noch im Klub und zu Hause aufhalten: Profis von RB Leipzig beim Training am Cottaweg.

Mit dem Wiedereinstieg in das Training an diesem Dienstag befinden sich Spieler, Trainer, Betreuer und alle Mitarbeiter bei RB Leipzig, die direkten Kontakt zum Team haben, in einer sogenannten Quasi-Quarantäne. Das hatte das DFL-Präsidium für alle 36 Erst- und Zweitligisten beschlossen und gilt ab 3. Mai. Demnach dürfen sich die Betreffenden „ausschließlich im häuslichen Umfeld oder auf dem Trainingsgelände beziehungsweise im Stadion aufhalten”, hatte die DFL mitgeteilt und erklärt: „Dies dient der Kontaktreduzierung sowie einer weiteren Minimierung des Infektionsrisikos und wurde bereits in der Schlussphase der vergangenen Saison nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs erfolgreich praktiziert.”

Ab 12. Mai dann, ein Tag vor dem DFB-Pokalfinale, wird der Personenkreis um die Mannschaft enger gezogen. Ab diesem Zeitpunkt müssen sich Team und Trainer in der Akademie am Cottaweg bis zum Saisonende am 22. Mai in Quarantäne begeben. Die ,Quarantäne-Trainingslager’ dienen dazu, den Spielbetrieb und die darauffolgende Europameisterschaft nicht zu gefährden. „Die Clubs haben dabei sicherzustellen, dass Spieler, Trainerteam sowie Betreuerstab im genannten Zeitraum nur untereinander Kontakt haben”, heißt es bei der DFL.

Froböse: „Was Transparenz und Ehrlichkeit betrifft, ist der Fußball leider kein gutes Vorbild”

Sportwissenschaftler Ingo Froböse hat dem Profifußball indes einen mitunter unehrlichen Umgang mit Corona-Fällen vorgeworfen. „Es geht ja um Marktwert, das muss man ganz klar sagen. Jeder Spieler hat einen Marktwert und der würde darunter leiden, wenn man von größeren und langwierigen Problemen spricht. Deswegen spielt man das gerne herunter”, kritisierte der Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Nach Ansicht des 64-Jährigen wird die Öffentlichkeit bei Angaben über Symptome bei positiv Getesteten oft nicht richtig informiert und manchmal sogar bewusst fehl informiert. „Es kann nicht sein, dass Fußballer bei Corona symptomlos bleiben, wenn viele andere Sportler unter Symptomen leiden. Bei Einzelfällen zeigt sich, dass das nicht gestimmt hat”, sagte Froböse. „Da ist der Fußball leider kein gutes Vorbild, was Transparenz und Ehrlichkeit betrifft. Das kreide ich ihm nicht nur bei Covid-19 an, sondern auch bei Verletzungen.”

Laut Sport1 war bereits mehr als jeder zehnte der über 550 Bundesligaspieler mit dem Coronavirus infinziert. RB Leipzig gehörte zu den wenigen Klubs, die von einem schweren Verlauf der Infektion berichteten. Zum wochenlangen Ausfall von Hee-chan Hwang hatte Trainer Julian Nagelsmann gesagt: „Chan hatte das volle Programm der Symptome. Er sagte mir wörtlich: ,Ich war in den ersten sieben Tagen fast tot’” (RBlive/dpa/ukr)