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Wirrwarr um Sörloth Norwegen pocht auf Quarantäne, RB dementiert

Darf er oder darf er nicht? Bei RB Leipzig gehen sie davon aus, dass Alexander Sörloth am Samstag in Frankfurt aufläuft.

Darf er oder darf er nicht? Bei RB Leipzig gehen sie davon aus, dass Alexander Sörloth am Samstag in Frankfurt aufläuft.

Diese Länderspielreise wurde für Alexander Sörloth zur Farce, die noch immer andauert. RB Leipzigs Stürmer war vor acht Tagen nach Norwegen geflogen, um mit seiner Nationalmannschaft gegen Israel, Rumänien und Österreich zu spielen. Doch die ersten beiden Spiele platzten, weil zunächst Israel wegen Coronafällen nicht hatte antreten können und danach der Norweger Omar Elabdellaoui positiv getestet wurde, sodass der norwegische Gesundheitsminister darauf pochte, dass die Mannschaft das Land nicht verlässt und eine zehntägige Quarantäne für das gesamte Team anordnete.

Alexander Sörloth durfte dennoch nach Leipzig zurückkehren, müsse sich aber laut norwegischem Fußball-Verband auch in Deutschland an die zehntägige Quarantäne halten. Das betrifft auch die weiteren Akteure wie die Bundesligaprofis Erling Haaland (BVB) und Rune Jarstein (Hertha BSC). Die Spieler hätten bei ihrer Ausreise zugestimmt, sich bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne in Isolation zu begeben, meldete der Sport-Informationsdienst.

Osloer Amtsarzt besteht auf Quarantäne auch in Deutschland

Entsprechende Informationen seien den Profis in Schreiben an deren Klubs mitgegeben worden, „damit die Regeln eingehalten werden”, sagte Verbandsdirektorin Lise Klaveness dem Rundfunksender NRK. Ein Zuwiderhandeln „würden wir als Bruch der Quarantäne und Verstoß gegen die Voraussetzungen zur Ausreise” werten, sagte der zuständige Osloer Amtsarzt Tore W. Steen dem Dagbladet. Das norwegische Infektionsschutzgesetz sieht für Quarantäneverstöße Geldstrafen oder Gefängnis bis zu zwei Jahren vor.

Laut dieser Darstellung müsste sich Sörloth bis Sonntag isolieren und würde im Bundesliga-Topspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr) ausfallen.

Regierungschefin Solberg: "nicht weniger streng" verfahren als mit anderen Bürgern

Auch die norwegische Regierungschefin Erna Solberg gab Haaland, Sörloth und Co. eine klare Mahnung mit auf den Weg nach Deutschland. Die norwegischen Behörden wollen mit ihren Fußball-Stars "nicht weniger streng" verfahren als mit anderen Bürgern, sagte die Politikerin. Das bedeutet: zehn Tage Quarantäne - und Spielverbot am Bundesliga-Wochenende.

Keine Gnade für Haaland? "Es ist unsere ganz grundsätzliche Strategie, Menschen in Quarantäne zu schicken, wenn sie in der Nähe eines Infizierten waren", betonte Solberg: "Viele andere Länder um uns herum tun dies nicht, und das ist einer der Gründe dafür, dass die Zahl der Fälle bei uns kleiner ist." Und anderswo längst wieder der Lockdown zum Alltag gehört.

Keine Vereinbarung unterschrieben, kein Verbandsschreiben: RB Leipzig rechnet mit Einsatz von Sörloth

Laut RBlive-Informationen plant RB Leipzig jedoch nach wie vor mit dem Sturmhünen. Im Klub heißt es, dass Sörloth weder eine Vereinbarung unterschrieben habe, sich in Quarantäne zu begeben, noch ein Schreiben des Verbandes im Gepäck habe, in dem die Quarantäne gefordert wird.

Sörloth war seit dem positiven Befund des Teamkollegen mehrfach in Norwegen getestet worden, hatte bei seiner Einreise einen negativen Befund vorlegen müssen und wird nach seiner Einreise noch einmal getestet. Ist der Test ebenfalls negativ und der Spieler asymptomatisch, erlaubt das Leipziger Gesundheitsamt, dass er am Mittwoch wieder mit dem Team trainieren und auch am Samstag zum Einsatz kommen kann.

Norwegen tritt mit neuer Not-Elf gegen Österreich an

Damit nicht auch noch das dritte Spiel mit norwegischer Beteiligung platzt, werden die Skandinavier mit einer völlig neu zusammengestellten Not-Elf zur nächsten Begegnung nach Österreich reisen. Ein aus 18 Spielern bestehender Ersatzkader mit Union Berlins Verteidiger Julian Ryerson wird in die Alpenrepublik geschickt, damit das Spiel trotz Corona-Problemen ausgetragen werden kann. Das neue Aufgebot wird von U21-Coach Leif Gunnar Smerud betreut, der den Kader am Montag präsentierte.

Der Plan ist, dass all diese Spieler nach Norwegen reisen und dort direkt in einem Flughafenhotel einquartiert und auf das Virus getestet werden, ehe sie am Dienstag gemeinsam per Charterflug nach Wien abreisen. Dort findet dann am Mittwoch (20.45 Uhr) die letzte Nations-League-Begegnung gegen Österreich statt.

„Es waren schwierige Erwägungen, aber wir sind jetzt froh, dass das Spiel stattfinden kann”, sagte NFF-Generalsekretär Pal Bjerketvedt. Norwegen kann seine Gruppe in der Liga B noch gewinnen, obwohl das coronabedingt abgesagte Spiel in Rumänien wohl am grünen Tisch verloren gehen wird. (RBlive/ukr/mit sid und dpa)