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„Wollen nicht Türsteher der Politik sein” RB stellt zähneknirschend auf 2G um – Verschärfte Kritik am Land Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Fan von RB Leipzig – aber RB Leipzig ist gerade kein Fan seiner Corona-Politik.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Fan von RB Leipzig – aber RB Leipzig ist gerade kein Fan seiner Corona-Politik.

RB Leipzig wird in den Heimspielen gegen Paris St. Germain und Borussia Dortmund wie angekündigt auf die 2G-Regel umstellen. Damit dürfen nur noch Fans ins Stadion, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Das teilte der Klub nach dem 4:1 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth mit und informierten auch die Fans.

Eigentlich jedoch, betonte Klubchef Oliver Mintzlaff mit Nachdruck, sei RB „klarer Befürworter des 3G-Modells, um einer weiteren Spaltung der Gesellschaft und unserer Fanszene entgegenzuwirken. Wir wollen nicht ‚Türsteher der Politik‘ sein. Darüber hinaus stellen unsere Fans und wir Woche für Woche unter Beweis, dass der Stadionbesuch auf Grundlage unserer Hygienekonzepte unter 3G-Bedingungen absolut sicher ist.”

Landesregierung ignoriert Lösungsmöglichkeiten von RB Leipzig

RB habe der Landesregierung Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man auch im 3G-Modell die Beschränkungen verringern oder außer Kraft setzen könne. „Dennoch hat es die Landesregierung nicht einmal auch nur in Erwägung gezogen, in der Neufassung der Corona-Schutzverordnung die aus unserer Sicht unsinnige und in der Gesamtzahl absolut willkürlich gewählte Kapazitätsbeschränkung für Großveranstaltungen unter 3G-Bedingungen aufzuheben”, ärgerte sich Mintzlaff.

Somit müsse sich RB aus wirtschaftlichen Gründen und wegen eines Wettbewerbsnachteils gegenüber anderen Bundesligisten mit vollen Stadien beugen. Allerdings nicht, ohne deutliche Worte nach Dresden zu schicken. Dass „in Sachsen in Kürze auf Weihnachtsmärkten ohne Beschränkung der Kapazität, ohne Kontaktnachverfolgung und jegliche Hygiene- oder Schutzmaßnahmen eng beieinanderstehend gefeiert und getrunken werden kann, verstehe wer will”, sagte Mintzlaff und verlangt andere Regularien. „Wir erwarten, dass in der nächsten Corona-Schutzverordnung, sofern die pandemische Lage dies zulässt, ein Wegfall der Beschränkung der Zuschauerkapazitäten unter 3G-Bedingungen erfolgt und wir zu dieser Regelung zurückkehren können.”

Aufgrund der Inzidenz dürfte Leipzig bei 3G nur 24.758 Fans in die Arena lassen, bei 2G sind es 47.000. (RBlive/sid/ukr)