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von Ullrich Kroemer

5000 Leipziger feiern Nagelsmann – Hertha-Plakat gegen RB: „Uns trennen Ideale”

Macht 'ne Welle in der Fankurve: Julian Nagelsmann.

Macht 'ne Welle in der Fankurve: Julian Nagelsmann.
Copyright: imago/Picture Point LE

Julian Nagelsmann hat das 4:2 gegen Hertha in vollen Zügen genossen. Nach dem Erfolg eilte RB Leipzigs Trainer zu den 5000 mitgereisten RB-Fans, machte die Laola und bejubelte den Erfolg euphorisiert mit den Auswärtsanhängern.

Die hatten zu Spielbeginn eine Auswärtschoreo mit vielen weiß-roten Fähnchen und dem Spruch „Auf den Rängen unsere Fahnen heute wehen, wir wollen Rasenball siegen sehen” gezeigt.

Auswärtschoreo der 5000 Leipziger bei Hertha.

Auswärtschoreo der 5000 Leipziger bei Hertha.

Die Hertha hatte gemeinsam mit den Fans zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zwei Styropur-Mäuerchen auf dem Spielfeld und vor der Ostkurve aufgebaut, die dann kurz vor Anpfiff fielen. Unter anderem dem Referee-Trio auf den Kopf.

Dazu spannten die Berliner den ganz großen historischen Bogen und zeigten auf den Stadionleinwänden Videobilder von Ernst Reuter über John F. Kennedy, Ronald Reagan und den Montagsdemos. Dazu knatterte ein Zweitakter ein Loch durch eine der stilisierten Mauern, als sei der antifaschistische Schutzwall hier im Olympiastadion niedergerissen worden. Als Choreo zogen die Fans des Hauptstadtklubs ein Silhouette des Brandenburger Tors hoch und feierten per Spruchband: „Uns Berlinern hält keine Mauer stand.” Deutsche Geschichte im plakativen Fußball-Format.

Die Beschwörung der deutschen Einheit hielt die Hertha-Ultras jedoch nicht davon ab, ihren Unmut gegen RB Leipzig zu äußern. Ein bereits bekanntes Plakat mit der Aufschrift „Bullenhass” spannte über dem Oberrang. Dazu plakatierten die Hardcore-Anhänger: „RB: Uns trennen keine Mauern, uns trennen Ideale!” (RBlive)

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