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Fanverbands-Vorstand Neuhaus-Wartenberg: „Die Mitbestimmung bei RB ist nicht so dolle“

Luise Neuhaus-Wartenberg engagiert sich im Fanverband von RB Leipzig.

Luise Neuhaus-Wartenberg engagiert sich im Fanverband von RB Leipzig.
Copyright: imago/ Sammy Minkoff

Luise Neuhaus-Wartenberg meint, dass „die Mitbestimmung bei RB nicht so dolle ist“. Als Teil des Vorstands des Fanverbands ist die sächsische Landtagsabgeordnete der Partie Die Linke trotzdem in die Fanarbeit rund um den Verein organisiert.

Luise Neuhaus-Wartenberg will familienfreundlichen Fußball, bei dem Rechte nicht dominieren

„Dafür musste ich mir von Linken auch schon so manche Kritik anhören, weil RB Leipzig ja als kommerzieller Verein gilt. Doch meine Überzeugung ist: Wenn wir uns da nicht beteiligen, überlassen wir das Feld den Rechten“, erklärt Neuhaus-Wartenberg im Interview auf prager-fruehling-magazin.de ihre Motivation. „im Fanverband wird auch straff politisch diskutiert. Dort wird dann auch von Leuten wie mir um eine quotierte Redeliste gekämpft.“ Im Fanverband würden sich unterschiedliche Personen treffen, die politisch nicht alle eine feste Heimat haben.

„Ich wünsche mir, dass wir weiter erstklassig und auch international spielen. Es tut Leipzig und Sachsen gut, wenn hier internationaler Fußball gespielt wird“, wünscht sich 38-Jährige in Bezug auf RB Leipzig. „Ich wünsche mir, dass wir es bei RB schaffen die unterschiedlichen Gruppierungen so zusammen zu bringen, dass die Rechten nicht dominieren und in der Unterzahl sind. Mir geht es um einen Verein, der auch jungen Familien die Möglichkeit gibt, vernünftigen Fußball zu schauen. Ich war mit meinen Sohn zum ersten Mal in Stadion da war er zwei und es hat sich für mich gut und sicher angefühlt“, vermischt Luise Neuhaus-Wartenberg politische Aspekte mit Sicherheitsaspekten.

Unpolitische Haltung von RB Leipzig in der Kritik

Zum Zustand der RB-Fankultur hat sie dabei einen differenzierten Standpunkt. „Insgesamt leisten die Fanprojekte einen total wichtigen Beitrag für so etwas wie ‚Völkerverständigung‘. Es gibt auch bei RB explizit linke Fanclubs wie die Red Aces oder inzwischen auch einen explizit queeren Fanclub. Tatsache ist aber leider auch, dass es straff rechts orientierte Gruppen wie LE United gibt. Sie definieren sich auch als Stadionwache.“

Kritisch sieht sie dabei die Position des Vereins. „Bei RB Leipzig im Club gilt wie in allen anderen der Spruch: ‚Politik hat im Stadion nichts zu suchen.‘ Ich halte das für einen großen Fehler und engagiere mich dafür, dass gilt: ‚Rassismus hat im Stadion nichts zu suchen.‘ Oder auch: ‚Sexismus hat im Stadion nichts zu suchen.'“ Der Fanverband von RB Leipzig habe dagegen auch „einen Blick auf Fußball als Teil von gesellschaftlicher Arbeit“, so Luise Neuhaus-Wartenberg.

(RBlive/ mki)



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