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FC Bayern: Fans zeigen provokante Banner gegen RB Leipzig

FC Bayern Fans mit Banner „8 Todesfälle, RB geht für Marketing über Leichen“

FC Bayern Fans mit Banner „8 Todesfälle, RB geht für Marketing über Leichen“
Copyright: imago/Eibner

Beim Gipfeltreffen beim FC Bayern München gegen RB Leipzig kam es wie bei nahezu jeder Partie des Aufsteigers zu öffentlicher Kritik seitens der gegnerischen Fans. Zahlreiche Spruchbänder und Banner über und unter der Gürtellinie verliehen ihrem Unmut Ausdruck.

Bayern-Fans gegen Kommerz im modernen Fußball

In München nahm die Fanvereinigung Club 12 schon vor dem Spiel die Begegnung zum Anlass, dezidierte Worte auch an die Verantwortlichen in den Gremien des DFB zu richten. Sie legitimierten zugleich die Werbemaßnahmen des Red-Bull-Konzerns, nahmen aber für sich als Fußballfans im Sinne von Verbraucher das Recht in Anspruch, Werbung abzulehnen.

Das Motiv fand sich dann auch auf dem kreativen Banner wieder, der sich mit einer Prise Humor sowohl an RB Leipzig, als auch an den eigenen Verein richtete. Die Allianz Arena nannte man kurzerhand in Kommerz Arena um, RB Leipzig heißt hier RB Fuschl am See – nach dem Firmensitz von Geldgeber Red Bull.

Bedroht die Kommerzialisierung das Fußballspiel? Spruchband der Bayern-Fans.

Bedroht die Kommerzialisierung das Fußballspiel? Spruchband der Bayern-Fans.

Kritik an Fußballfilialen RB Leipzig, Salzburg und New York

Weniger freundlich wurde es dann auf den zahlreichen Spruchbändern in der Münchener Südkurve. Den „Fußballfilialen“ des Red-Bull-Konzern möchten diese Fans des FC Bayern München in „ihrem Sport“ keinen Platz bieten. Ergänzt wurde die Botschaft durch ein unmissverständliches „Verpisst euch!“

Beim Hinspiel machten Bayern-Ultras ihren Unmut gegen RB Leipzig Luft.

Beim Hinspiel machten Bayern-Ultras ihren Unmut gegen RB Leipzig Luft.

Todesfälle im Extremsport im Fußballstation am Pranger

Andere Fans des FC Bayern München nahmen auf ihrem Banner eine Debatte auf, die eigentlich mit den klassischen Konflikthemen Kommerz, Tradition oder Fankultur im Fußball nichts zu tun hat. Ursprünglich hatte Red Bull  damit begonnen, Extremsportler im Rahmen ihrer Marketingmaßnahmen zu sponsern.

Nachdem es bei den waghalsigen Stunts der Protagonisten auch Unfälle mit Todesfolge gegeben hatte, war eine medienwirksame Diskussion um das polarisierende Unternehmen entbrannt. Die Spruchbänder werfen allerdings die Frage auf, wer hier wen für seine Zwecke instrumentalisiert.

FC Bayern Fans mit Banner „8 Todesfälle, RB geht für Marketing über Leichen“

FC Bayern Fans mit Banner „8 Todesfälle, RB geht für Marketing über Leichen“

Allianz Arena statt Red Bull Arena

Schließlich entrollten die Anhänger des FC Bayern München zur Halbzeit eine Fülle von Spruchbändern. Zu lesen war die positiv formulierte Variante, was der Fußball den Fans in München bedeute. Auf einem der Banner war interessanterweise „Stadionname“ zu lesen.

Zwar sorgte heute die Ankündigung, RB Leipzig bleibe durch die Einigung auf den Kauf der Red Bull Arena im Zentralstadion, für Freude unter den Fans. Das Namensrecht am ehemaligen „Zentralstadion“ bleibe aber beim Brausehersteller Red Bull.

In München braucht man sich über solche Namensspielereien keine Gedanken machen. Dort heißt das Stadion seit seinem Bau im Jahr 2006 Allianz Arena.

Fanaktion der Bayern-Fans gegen Kommerz.

Fanaktion der Bayern-Fans gegen Kommerz.

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